Mainz (ots) –

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Dienstag, 4. Juni 2024, 20.15 Uhr 
Terra X History

Deutschlands Doppelsieg - Die Fußball-WM 1974

Film von Uli Weidenbach


Sommer 1974: Die bundesdeutsche Fußballnationalmannschaft verliert bei der WM im eigenen Land ausgerechnet gegen die DDR – und triumphiert dann doch im Finale gegen die Niederländer. 

Ein deutsch-deutscher Doppelsieg, dessen Geschichte erstmals aus einer 360-Grad-Perspektive erzählt wird, mit dem Höhepunkt des bundesdeutschen Titels. Unbekanntes Filmmaterial zeigt die drei Teams während der gesamten Weltmeisterschaft – auch hinter den Kulissen.

Nach fünf Jahrzehnten blickt Autor Uli Weidenbach zurück auf einen packenden Wettkampf zwischen Fußballnationen, die sich auf dem Rasen und jenseits des Platzes heiße Kämpfe liefern – nicht nur sportlicher Natur. Es ist eine Epoche voller politischer und gesellschaftlicher Umbrüche – im Verhältnis beider deutscher Staaten, aber auch der Deutschen zu ihren Nachbarn. Im Westen werden Fußballprofis wie Franz Beckenbauer damals zu Superstars und Spitzenverdienern. Auch bei den Niederländern bestimmen tatsächliche oder vermeintliche Eskapaden der Kicker den Boulevard. "Cruyff, Sekt, nackte Mädchen und ein kühles Bad", titelt eine deutsche Boulevardzeitung und sorgt damit für Unruhe bei "Oranje". 

Zwar triumphieren im deutsch-deutschen Bruderduell, das von beiden Seiten zum "Kampf der Systeme" hochstilisiert wird, die "Staatsamateure" aus der DDR. Dennoch kommt es schließlich in München zum Finale zwischen den beiden Turnierfavoriten Bundesrepublik und Niederlande. Auch dies kein gewöhnliches Match: Die langen Schatten des Zweiten Weltkriegs und der deutschen Besatzung wirken jenseits der Rheins noch immer nach. Die Niederlage der Niederländer wird Ausgangspunkt einer Fußballrivalität, die bis heute Bestand hat. 

Der deutsch-deutsche "Klassenkampf" auf dem grünen Rasen endet 1990 mit der Wiedervereinigung. Das Trikot des Siegtorschützen Jürgen Sparwasser, das er heimlich mit dem Münchner Verteidiger Paul Breitner getauscht hatte, hängt nach einer langen Odyssee heute im Bonner Haus der Geschichte – als Symbol für Deutschlands Doppelsieg bei der Weltmeisterschaft 1974.

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Quelle: Presseportal