Bonn/Berlin (ots) –

Wohnraum ist knapp. Gleichzeitig gibt es un- oder wenig genutzten Wohnraum, beispielsweise im Eigenheim nach der Familienphase. Fachleute diskutieren das Thema Wohnsuffizienz, also die Reduzierung auf weniger Wohnfläche, als eine mögliche Lösung für die Wohnraumkrise. Idee: Wer ungenutzte Räume vermietet, schafft Platz für andere. Der gemeinnützige Verband Wohneigentum hat Wohneigentümer nach ihrer Meinung zu dieser Idee gefragt.

Das Wichtigste in Kürze:

Knapp ein Drittel (32 %) der Befragten ist aufgeschlossen für eine effizientere Wohnraumnutzung: Davon sind 41 % bereit, zu vermieten. 23 % würden durch Umzug/Wohnungstausch die eigene Wohnfläche verkleinern. Zwei Drittel (68 %) stehen dem Thema skeptisch gegenüber. Die größten Bedenken beim Teilen von Wohnraum beziehen sich auf Einschränkungen der Privatsphäre und potentielle Konflikte mit Mietern. Weitere Hemmnisse sind finanzielle und bürokratische Hürden beim Umbau von Wohnraum sowie rechtliche Unsicherheiten. Die Befragten wünschen sich Beratungsangebote, die finanzielle, rechtliche, bauliche und emotionale Aspekte bei einem Wohnraumwechsel abdecken.

Die Online-Befragung war eine quantitative Querschnittsanalyse im Zeitraum von Mitte Januar bis Ende März 2024. 930 Teilnehmende beantworteten die Fragen vollständig (n=930).

Peter Wegner, Präsident des Verbands Wohneigentum, folgert aus den Befragungsergebnissen: „Nur durch ein ausgewogenes Zusammenspiel von Aufklärung, finanziellen Anreizen und rechtlichen Erleichterungen kann eine Veränderung im Wohnraumsektor erreicht werden, die sowohl dem Einzelnen wie auch der Gesellschaft insgesamt nützt“. Das eigene Zuhause, so Wegner, sei ein emotionales Thema. Entsprechend müsse die Kommunikation dazu mit Respekt und Sensibilität erfolgen und die Bedürfnisse der Eigentümer gesehen werden.

Die Ergebnisse der Befragung.

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Quelle: Presseportal