Osnabrück (ots) –

Tagesschau-Sprecher Thorsten Schröder (56) schmückt sich zu bestimmten Anlässen gerne mit einem Totenkopf-Tattoo am Oberarm: „Das ist aufgeklebt und wird immer nur zu Wettkämpfen draufgepappt,“ sagte der zweimalige Teilnehmer an Ironman auf Hawaii der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). „Für das letzte Hawaii-Rennen hatte ich mir zusätzlich einen Hawaii-Schriftzug und bunte hawaiianische Blumen auf die Waden geklebt,“ berichtete der 56-Jährige weiter. „Ich hatte an vielen sichtbaren Körperstellen etwas, das entweder mit St. Pauli oder Hawaii zu tun hat. Sah hübsch aus, ist ein Bekenntnis zum FC St. Pauli und zum Triathlon, aber dauerhaft möchte ich’s nicht haben. Wenn ich älter werde, würde es wahrscheinlich zusammenschrumpeln, und das muss nicht sein. Es ist nur Schmuck – so wie andere Leute Ketten und Ringe tragen, trage ich beim Sport meine Tattoos.“

Ganz andere modische Akzente sind für Schröder allerdings beruflich gefragt. Dabei hat er seine Aversion gegen das Tagesschau-Outfit im Laufe der Zeit abgelegt: „Das ist längst nicht mehr so. Ich trage schon lange sehr gerne auch Anzüge. Nur mit Krawatten fremdele ich ein bisschen. Aber seit wir vor ein paar Monaten die Erlaubnis bekommen haben, in den Tagesthemen und in der Nachtschicht auch ohne Krawatte aufzutreten, wird es ja immer bequemer. Krawatten sind mir am Hals einfach zu eng. In der 20-Uhr-Ausgabe der Tagesschau trage ich sie allerdings weiterhin.“

Einen Sprecher ohne Krawatte kann sich Schröder, der seit 25 Jahren bei der Tagesschau ist, in der Hauptausgabe der ARD-Nachrichtensendung nur schwer vorstellen: „Damit hätte ich noch meine Schwierigkeiten, vielleicht bin ich eben doch vom alten Schlag. Solange die Krawatte als etwas verstanden wird, das die Seriosität unterstreicht, wird sie wohl noch bleiben. Wahrscheinlich würde ich mich auch daran sehr schnell gewöhnen, aber es wäre erst mal ein sehr merkwürdiger Anblick. Ein Kerl ohne Krawatte in der 20-Uhr-Ausgabe wäre für mich sehr gewöhnungsbedürftig. Vielleicht sind andere schneller und innovativer, wobei ich mich dem dann gerne ergebe.“ Allerdings glaube er: „Fünf Jahre dauert’s noch, zumal vor allem viele der älteren Zuschauer die Krawatte mit Seriosität verbinden.“

Privat hört Thorsten Schröder auf den Spitznamen „Thorso“, der noch aus seiner Studentenzeit stamme: „Wir hatten in der Clique eine Christine, die „Krise“ genannt wurde. Und die wiederum hat den Thorso aufgebracht. Von Thorsten zu Thorso – das fand ich eine lustige Idee von Krise.“

Eher studentisch ist auch Schröders Verhältnis zum Sprichwort „Ordnung ist das halbe Leben“: „Meine Freundin studiert gerade noch neben ihrem Vollzeitjob als Osteopathin und ist ab und zu übers Wochenende zum Seminar in Wien. Wenn sie wieder nach Hause kommt, muss ich dringend aktiv werden und aufräumen. Denn der Boden ist übersät mit allen möglichen Sachen, die da nicht hingehören. Ich lasse vieles einfach irgendwo liegen und packe es nicht dorthin zurück, wo es hingehört. Pure Faulheit. Ich denke immer, gleich räume ich auf – und mache das dann doch nicht sofort, sondern in Panik kurz bevor sie zurückkommt“, sagte Schröder der NOZ.

Pressekontakt:

Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung übermittelt durch news aktuell

Quelle: Presseportal