Stuttgart (ots) –

Am 26. April präsentieren Heimatschutzkräfte der Bundeswehr ihre Fähigkeiten im Materiallager der Bundeswehr in Karlsruhe. Hierzu bilden aktive Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr bis zum 30. April Reservistinnen und Reservisten aus Baden-Württemberg für die Aufgaben im Heimatschutz aus. Sie werden befähigt, den Schutz und die Sicherung schutzwürdiger Objekte zu gewährleisten. Neben dem Materiallager der Bundeswehr zählen hierzu auch Seehäfen, Munitionslager, aber auch Verladebahnhöfe oder Logistikumschlagpunkte der Bundeswehr und alliierter Partnerstaaten. Dabei geht es auch um die Zusammenarbeit mit zivilen Behörden in der Landes- und Bündnisverteidigung im Bedrohungsspektrum zwischen Frieden, Krise und Krieg.

Der Befehlshaber des Territorialen Führungskommando der Bundeswehr Generalleutnant André Bodemann hierzu: „Mir kommt es dabei besonders darauf an, das enge Zusammenwirken der Heimatschutzkräfte mit alliierten Partnern, anderen Bereichen der Bundeswehr, vor allem aber auch zivilen Behörden und Organisationen – wie beispielsweise der jeweiligen Landespolizei – zu üben.“

Dem Landeskommando Baden-Württemberg sind derzeit drei Heimatschutzkompanien unterstellt, eine vierte wird ab 1. Oktober dieses Jahres in Pfullendorf aufgestellt. Ein Teil des Personals der Heimatschutzkompanien entstammt dem Projekt „Ungediente für die Reserve“, welches mittlerweile über 170 Soldatinnen und Soldaten seit 2018 erfolgreich durchlaufen haben. An der aktuellen Übung sind insgesamt rund 150 Heimatschützerinnen und Heimatschützer – allesamt Angehörige der Reserve – beteiligt, die von rund 50 aktiven Soldatinnen und Soldaten ausgebildet werden.

Die drei Heimatschutzkompanien „Oberrhein“ aus Bruchsal, „Odenwald“ aus Walldürn und „Schwäbische Alb“ aus Stetten a.k.M. nehmen mit jeweils rund 50 Soldatinnen und Soldaten an der Übung für fünfeinhalb Tage teil. Die Wachzüge und Führungselemente trainieren dabei die durchhaltefähige und kontinuierliche Aufrechterhaltung des Wach- und Sicherungsauftrages. Unter anderem werden die Heimatschützer am neuen Maschinengewehr MG 5 ausgebildet, im Bereich der Desinformation sensibilisiert und die Verfahren zur Personen- und Fahrzeugkontrolle wiederholt.

In einer weiteren Übungsphase werden die einzelnen Wachzüge in der simulierten Lage eines Spannungsfalls, mit unterschiedlichen Situationen konfrontiert, die bei Wach- und Sicherungsaufträgen auftreten können. Von einer unangemeldeten Demonstration über das unerlaubte Eindringen in den militärischen Sicherheitsbereich bis hin zu Flugblättern, die Propaganda und Desinformation enthalten, werden die Teams gefordert.

Die NATO demonstriert mit den Streitkräften ihrer Mitgliedstaaten im ersten Halbjahr 2024 ihre Verteidigungsbereitschaft. Rund 90.000 Soldatinnen und Soldaten – davon 12.000 der Bundeswehr – sind beim NATO-Großmanöver „Steadfast Defender 2024“ im Einsatz. Die Bundeswehr beteiligt sich daran unter anderem mit der deutschen Übungsserie „Quadriga 2024“. „National Guardian 2024“ ist dabei Teil von „Quadriga 2024“. Hier üben die Heimatschutzkräfte der Bundeswehr deutschlandweit in Verantwortung des Territorialen Führungskommandos der Bundeswehr die Aufgaben aus dem Bereich nationale territoriale Verteidigung.

In der territorialen Verteidigung ist unter anderem die Sicherung von kritischer und verteidigungswichtiger Infrastruktur erforderlich, um den Aufmarsch, die Versorgung und die Verlegung von Bundeswehr- und alliierten Kräften an die Nord-, Ost-, und Südflanke des NATO-Bündnisses gewährleisten zu können. Sie sind für Truppentransporte durch Deutschland, die Funktionsfähigkeit der Verkehrsinfrastruktur, die Logistik aber auch die Stromversorgung essentiell.

Medienvertreterinnen und Medienvertreter sind herzlich eingeladen an der Fähigkeitsdemonstration in der Kirchfeldkaserne in Karlsruhe teilzunehmen. Vor Ort besteht die Möglichkeit für Interviews. Es wird auf witterungsangepasste Bekleidung hingewiesen.

Aus organisatorischen Gründen ist eine vorherige Anmeldung bis zum 25. April 2024, 12.00 Uhr, an PressestelleLKdoBW@Bundeswehr.org zu senden.

Programm:

bis 09.00 Uhr Eintreffen an der Wache der Kirchfeldkaserne

bis 09.15 Uhr Einweisung in den Medientermin

09.15 Uhr Begrüßung und Kurzvortrag von Oberst Thomas Köhring, Kommandeur Landeskommando Baden-Württemberg

09:45 Uhr Besuch Ausbildung MG 5, dabei Möglichkeit für O-Ton mit Heimatschützern und Ausbildern

10.30 Uhr Transfer ins Materiallager II in Karlsruhe und Präsentation unterschiedlicher Lagen der eingesetzten Wach- und Sicherungskräfte; Möglichkeit zum O-Ton von Oberst Köhring

12 Uhr Abschluss des Medienprogramms

Hinweise an die Medien

Termin: Freitag, 26. April 2023, 09:00 Uhr bis 12:00 Uhr.

Ort: An der Trift 13-15, Kirchfeld Kaserne, 76149 Karlsruhe

Eintreffen der Medienvertreterinnen und Medienvertreter an der Wache vor der Kaserne bis 09.00 Uhr.

Pressekontakt:

Oberstleutnant Stephan Voges
Landeskommando Baden-Württemberg
Tel: +49 (0) 711 5210 4050
Mobil: (0173) 2096177
E-Mail: PressestelleLKdobw@Bundeswehr.org

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Quelle: Presseportal