Berlin, Deutschland und Baalbek, Libanon (ots) – Baalbek Reborn: Temples

Zeitreise in die berühmten römischen Tempel von Baalbek als virtuelle 3D-Tour

Einladung zum feierlichen Launch-Event am 31. März um 10 Uhr

Die berühmten Tempelanlagen von Baalbek, das antike Heliopolis im Libanon, sind eine der größten römischen religiösen Stätten der Welt und gehören zum Weltkulturerbe. Baalbek hat eine reiche Geschichte, die bis etwa 8.000 v. Chr. zurückreicht. Die verbleibenden sechs Säulen des Jupitertempels sind heute ein Wahrzeichen des Libanon.

Am 31. März erscheint die App „Baalbek Reborn: Temples“, die mithilfe neuester Technologien rekonstruiert, wie die heutigen Ruinen in der Vergangenheit ausgesehen haben. Wie auf einer Zeitreise lässt die virtuelle Tour dieses Erbe wiederauferstehen und zeigt den Tempel des Jupiter Heliopolitanus, den Tempel des Bacchus, den Tempel der Venus und den Tempel der Musen.

Diese beeindruckende Erfahrung ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen der libanesischen Antikenbehörde (DGA), dem Deutschen Archäologischen Institut (DAI) und Flyover Zone, einem Unternehmen mit Sitz in den USA, das sich auf virtuelle Zeitreisen in die Antike spezialisiert hat. Expert*innen des DAI, die seit 1998 an der Stätte arbeiten, stellten die wissenschaftliche Grundlage für die 3D-Rekonstruktionen zur Verfügung. Durch den Einsatz modernster Technologie gelang es Flyover Zone, ein beeindruckendes Erlebnis zu erzeugen und die Nutzer*innen auf eine Reise in die Vergangenheit mitzunehmen.

„Das faszinierende an Baalbek sind nicht nur die römischen Tempel, sondern auch die fast 10.000jährige Geschichte“ betont Margarete van Ess, die Erste Direktorin der Orient-Abteilung des Deutschen Archäologischen Instituts und langjährige Leiterin der wissenschaftlichen Forschungen in Baalbek. „Als Archäologin habe ich anhand von Funden und Forschungsergebnissen häufig ein Bild vom damaligen Zustand dieses besonderen Ortes im Kopf. Dass die Tempel nun auch in der App Gestalt annehmen und so von Menschen in der ganzen Welt betrachtet werden können, ist fantastisch!“, so van Ess.

Die Tiefe und Aktualität wissenschaftlicher Erkenntnisse, die über die App vermittelt werden, macht „Baalbek Reborn: Temples“ einzigartig. Nutzer*innen können wählen, ob sie sich virtuell durch die heutige Ausgrabungsstätte oder durch die digitale Rekonstruktion der antiken Kultorte bewegen. Der Audiotrack, wahlweise auf Arabisch, Französisch, Englisch oder Deutsch, liefert wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse und Erklärungen. Insgesamt gibt es 38 über die Tempelanlagen verteilte Stopps, vorgestellt von den forschenden Expert*innen des DAI. Das macht die App für Laien und Fachleute gleichermaßen interessant.

Dr. Bernard Frischer, Direktor von Flyover Zone sagt: „Für Flyover Zone ist mit diesem Projekt ein Traum wahr geworden. Sowohl die schiere Größe des Baalbek-Heiligtums als auch seine kulturelle Bedeutung sind unübertroffen. In der Antike konsultierten Menschen aus weit entfernten Regionen des Reichs das Orakel von Baalbek, und wir haben sogar Aufzeichnungen darüber, dass auch Kaiser dies taten. Jetzt können wir das, was wir gelernt haben, nutzen, um Baalbek in die Klassen- und Wohnzimmer von Studierenden und der allgemeinen Öffentlichkeit zu bringen. Wir hoffen, dass Tausende von Menschen auf der ganzen Welt die virtuelle Tour herunterladen und sie nutzen, und dass sie angeregt werden, die Stätte zu besuchen, wenn die COVID 19-Pandemie vorüber ist und internationale Reisen wieder möglich sind.“

„Baalbek Reborn: Temples“ wird kostenlos zur Verfügung gestellt, dank der großzügigen Unterstützung durch Bassam Alghanim, der das Projekt in liebevoller Erinnerung an seine Eltern Yusuf und Ilham Alghanim finanziell fördert. Das DAI und Flyover Zone leisten damit einen Beitrag dazu, ein tieferes Verständnis zur Bedeutung der antiken Tempelanlagen zu fördern, die wissenschaftlichen Erkenntnisse breiter zugänglich sowie Baalbek als wichtige touristische Stätte bekannter zu machen.

Der Launch der App wird am 31. März mit einer virtuellen Veranstaltung live gefeiert. Auf der etwa einstündigen Veranstaltung sprechen der Minister für Kultur und Landwirtschaft der Republik Libanon, Abbas Mortada; der Generaldirektor der libanesischen Antikenbehörde (DGA), Sarkis Khoury, DGA; die Leiterin des Forschungsprojektes Baalbek am Deutschen Archäologischen Institut (DAI), Dr. Margarete van Ess; der Direktor von Flyover Zone, Dr. Bernard Frischer; der Koordinator des Baalbek Projektes, Henning Burwitz, (DAI). Durch die Veranstaltung führt die für Baalbek zuständige Archäologin der libanesischen Antikenbehörde Laure Salloum.

Sie sind herzlich eingeladen, am Launch-Event via Zoom teilzunehmen. Bitte melden Sie sich für die Veranstaltung an: presse@pr-netzwerk.net

Die App läuft auf Smartphones und Tablets (Android, iOS), PCs und Laptops (Macintosh, Windows 10) und VR-Headsets (Oculus Go, Oculus Quest, Oculus Rift, Oculus Rift-S, HTC Vive) und kann in den jeweiligen Portalen heruntergeladen werden.

Das Deutsche Archäologische Institut (DAI) ist eine der weltweit führenden Forschungseinrichtungen auf dem Gebiet der archäologischen Wissenschaften und der Altertumswissenschaften. Das 1829 gegründete DAI hat seinen Hauptsitz in Berlin und ist eine Bundesbehörde im Geschäftsbereich des Auswärtigen Amtes. Einschließlich der Zentrale verfügt das Institut über sechs größere Einrichtungen in Deutschland und ist mit fünf Abteilungen im Ausland weltweit tätig. Das DAI betreibt archäologische Forschung in über 300 Projekten weltweit. Zu den weiteren Aufgaben gehören die Erhaltung von Kulturgütern durch Denkmalpflege und Denkmalschutz sowie die Wahrung der kulturellen Identität in Gast- und Partnerländern.

Flyover Zone ist ein Unternehmen im Besitz der Mitarbeiter aus Bloomington, Indiana (USA) und in sieben Ländern auf drei Kontinenten vertreten. Die besondere Stärke des Unternehmens liegt in der Entwicklung virtueller Touren, die den Nutzer auf Reisen mitnehmen und Zeitreisen durch den Raum ermöglichen. Seit seiner Gründung hat das Unternehmen virtuelle Touren durch das antike Rom und die Hadriansvilla, das Weltkulturerbe in Tivoli, östlich von Rom, veröffentlicht. Für das Jahr 2021 sind neue virtuelle Touren geplant, die Stätten im antiken Athen, Ägypten und Mexiko zeigen sollen.

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