Berlin (ots) –

Die ehrenamtliche Selbstverwaltung in der Deutschen Rentenversicherung Bund und den Ersatzkassen fordern mehr gesellschaftliche Akzeptanz und ein höheres Verständnis für Menschen mit psychischen Erkrankungen, dazu gehört mehr Offenheit im Umgang mit seelischen Leiden. „Fast jeder dritte Mensch in Deutschland leidet im Laufe seines Lebens mindestens einmal an einer psychischen Erkrankung“, erklärte Sandra Speckert, Versichertenvertreterin im Verwaltungsrat der Handelskrankenkasse (hkk), anlässlich der diesjährigen Woche der seelischen Gesundheit (08.-18. Oktober). „Unter den Ausnahmebedingungen der Pandemie sind die Herausforderungen jedes Einzelnen noch größer geworden. Besonders Menschen, die bereits mit psychischen Erkrankungen konfrontiert sind, erleben Corona als eine große Belastung. Als Selbstverwalterinnen und Selbstverwalter in den Trägern der Sozialversicherung leisten wir unseren Beitrag, den Betroffenen zu helfen.“

Es sei Aufgabe der ganzen Gesellschaft, dafür zu sorgen, dass eine psychische Erkrankung nicht zum Stigma wird, betont Isabell Halletz vom Ausschuss für Rehabilitations-, Renten- und Versicherungsangelegenheiten der Vertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung Bund. „Seelische Leiden dürfen kein Tabuthema mehr sein“, mahnt sie. „Über die psychische Gesundheit müssen wir offen miteinander sprechen – in der Familie, mit Freunden und auch am Arbeitsplatz, in der Schule oder im Studium. Wir dürfen es nicht zulassen, dass die Betroffenen ausgegrenzt und vom sozialen Leben ausgeschlossen werden oder dass sie das Gefühl haben, sie müssten sich wegen ihrer Probleme schämen. Wenn es uns gelingt, dass diese Menschen an unserer Seite sich rechtzeitig Hilfe holen und diese Hilfe auch erhalten, ist uns allen gedient.“

Umfangreiche Angebote für Prävention, Psychotherapie und Reha

Die Krankenkassen verzeichneten seit Jahren einen Trend zu immer mehr Krankschreibungen wegen psychischer Leiden, und die Rentenversicherung konstatiere eine wachsende Zahl von Versicherten, die aus diesem Grund längerfristig oder auf Dauer arbeitsunfähig seien, berichten die beiden Selbstverwalterinnen. Diese Entwicklung spiegele sich auch im Reha-Bereich wider: „Psychische Erkrankungen sind mit einem Anteil von rund 20 Prozent mittlerweile der zweithäufigste Grund für eine Reha“, sagt Isabell Halletz.

In den stationären wie in den ambulanten Reha-Zentren, die auch von der Deutschen Rentenversicherung betrieben werden, erhielten die Erkrankten passgenaue Angebote nach den neuesten medizinischen Standards, stellen die Selbstverwalterinnen fest. Mindestens genauso wichtig sei aber, die psychische Gesundheit aktiv zu fördern und zu stärken und so Erkrankungen vorzubeugen. Halletz verweist in diesem Zusammenhang auf das berufsbegleitende Programm „RV fit“ der Deutschen Rentenversicherung, das dabei hilft, den steigenden Anforderungen in Beruf und Alltag besser gerecht zu werden und Stress zu bewältigen. Sandra Speckert hebt hervor, dass umfangreiche Präventionsprogramme, von den Krankenkassen angeboten werden, beispielsweise zu Achtsamkeit. Die Ersatzkassen unterstützen ihre Versicherten zudem bei der Suche nach einem Psychotherapeuten, die Rentenversicherung bei der Durchführung einer passgenauen Rehabilitation.

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