Berlin/Bukarest (ots) –

Während die Kämpfe in der Ukraine andauern, sind bereits mehr als eine Million Menschen in Nachbarländer geflohen, und ihre Zahl steigt stündlich. In Rumänien und Litauen hilft Save the Children bereits unmittelbar an der Grenze und in Aufnahmezentren; Hilfe in weiteren Ländern wie Polen wird rasch folgen. Auch in Deutschland bereitet sich die Organisation darauf vor, Kinder und ihre Familien zu unterstützen – beim Ankommen und bei der Bewältigung der traumatischen Erlebnisse. In der Ukraine selbst ist Save the Children seit 2014 in verschiedenen Projekten aktiv.

Schnelle Hilfe in den Nachbarländern

Rund 51.000 Menschen haben nach UNHCR-Angaben bisher die Grenze zu Rumänien überquert, einige zu Fuß mit wenigen Habseligkeiten bei bitterkalten Temperaturen. Mitarbeitende und Freiwillige von Save the Children sind direkt an der Grenze sowie in Aufnahmezentren im Einsatz und versorgen die Ankommenden mit dem Nötigsten. In vier provisorischen Flüchtlingslagern im Nordosten Rumäniens hat Save the Children Schutz- und Spielräume eingerichtet. In weiteren fünf Aufnahmeeinrichtungen versorgt die Kinderrechtsorganisation Ankommende mit Nahrung, Kleidung, Gesundheitsdiensten und weiteren Leistungen.

„Kinder und Mütter haben furchtbare Angst – vor allem um die Väter, die nach der Mobilmachung die Ukraine nicht mehr verlassen dürfen“, berichtet Gabriela Alexandrescu, Länderdirektorin von Save the Children Rumänien. „Sie sind zwar erleichtert, es bis hierher geschafft zu haben, aber auf ihnen lastet auch die schwere Verantwortung, das Leben ihrer Kinder nun allein in den Händen zu halten.“

Schnelle Hilfe leistet Save the Children auch in Litauen. Hier wurde in einem Registrierungszentrum ein Schutz- und Spielraum eingerichtet. Die Organisation bietet Erste Hilfe und psychosoziale Unterstützung an und versorgt die Menschen mit dringend benötigten Gütern wie Wasser, Essen und warmer Kleidung. In Polen, wo mit rund 500.000 Menschen der Großteil der Geflüchteten Schutz suchte, stimmen sich Save-Mitarbeitende mit Partnern vor Ort ab und bereiten kurz- und langfristige Hilfe vor, sagt Deb Barr, die das Einsatzteam in Polen leitet: „Die Menschen brauchen Wasser, Nahrung, medizinische Unterstützung und psychologische Erste Hilfe – und die Kinder müssen schnell wieder zur Schule gehen.“

Psychologische Erste Hilfe in Deutschland

Auch in Deutschland sind inzwischen Familien aus der Ukraine angekommen. „Eine kleine Freude sollen den Kindern Pakete mit Spiel- und Lernmaterialien machen, die wir an Familien verteilen“, sagt Tessa Vorbohle, Abteilungsleiterin Deutsche Programme bei Save the Children. „Aus unserer langjährigen Arbeit mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen, die in Sammelunterkünften leben, wissen wir außerdem, wie wichtig psychosoziale Unterstützung am Anfang ist. Nur wenn sie in einer sicheren, kindgerechten Umgebung untergebracht sind, können sie sich von dem Erlebten erholen. Im Fokus unserer Arbeit steht deshalb, Fachkräfte und Ehrenamtliche, die mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen arbeiten, zu sensibilisieren und in Psychologischer Erster Hilfe zu schulen. Wir haben Behörden und Erstaufnahmeeinrichtungen unsere Unterstützung angeboten.“ Auch Honorarkräfte und Gelder könnten bereitgestellt werden, um die Kinder- und Jugendarbeit in Erstaufnahmeeinrichtungen vorübergehend zu verstärken. Außerdem ist Save the Children im Austausch mit Unterstützungsnetzwerken und Migrantenselbstorganisationen, um Bedarfe zu ermitteln. Die Organisation arbeitet seit 2015 mit geflüchteten Familien in Deutschland.

Save the Children stellt bereits 100.000 Euro für den Anschub der Projektarbeit in Deutschland bereit. International werden als Soforthilfe für die vom Konflikt betroffenen Kinder und Jugendlichen mindestens 19 Millionen zum Einsatz kommen.

Fotos zum Download:

https://www.contenthubsavethechildren.org/Package/2O4C2SSW4QD4

Vlog aus Siret / rumänische Grenze mit Dan Stewart, Save the Childrens UK Head of News:

https://www.contenthubsavethechildren.org/Package/2O4C2SSP8P8P

Vlog von der polnischen Grenze mit Deb Barry, Leiterin Save the Children Team Polen:

www.contenthubsavethechildren.org/Package/2O4C2SSPY6DI

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Über Save the Children: Im Nachkriegsjahr 1919 gründete die britische Sozialreformerin Eglantyne Jebb Save the Children, um Kinder in Deutschland und Österreich vor dem Hungertod zu retten. Heute ist die inzwischen größte unabhängige Kinderrechtsorganisation der Welt in rund 120 Ländern tätig. Save the Children setzt sich ein für Kinder in Kriegen, Konflikten und Katastrophen. Für eine Welt, die die Rechte der Kinder achtet. Eine Welt, in der alle Kinder gesund und sicher leben und frei und selbstbestimmt aufwachsen und lernen können – seit über 100 Jahren.

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Quelle: Presseportal