München (ots) – Die Unwetterereignisse vom 14. Juli 2021 haben in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz schwere Schäden angerichtet.

In Bad Neuenahr-Ahrweiler und im gesamten Ahrtal wurden durch die Unwetterereignisse zahlreiche Brücken zerstört. Die alte „Landgrafenbrücke“ – ein wichtiger Verkehrs- und Versorgungsweg in Bad Neuenahr – wurde durch das Hochwasser irreparabel beschädigt, so dass sie abgerissen und kurzfristig durch ein Behelfsbauwerk ersetzt werden musste, um die derzeit unterbrochene Straßenverbindung wiederherzustellen.

Seit den Unwettern gab es nur eine weitere Brücke über die Ahr, die allerdings sehr stark beschädigt ist und nur eingeschränkt genutzt werden kann, sowie eine improvisierte, vom THW betriebene Personenfähre, die täglich bis zu 300 Personen von der einen Seite der Ahr ans andere Ufer befördert.

In den vergangenen Tagen hat das THW mit seinen Fachgruppen Brückenbau eine 51,85 Meter lange zweispurige Behelfsbrücke des „Typs Krupp D“ errichtet. Die Brückenkonstruktion hat ein Gewicht von rund 150 Tonnen. Sie besteht aus 14.500 Einzelteilen und wird von 6.500 massiven Schrauben zusammengehalten. Sie ist nicht nur für PKW, sondern auch für Schwerlastverkehr passierbar. Jede Fahrspur kann mit rund 30 Tonnen belastet werden.

Am 31.07.2021 wurde die Brücke an die Stadt übergeben. Sobald die neue Zufahrt angelegt ist, können die Kraftfahrzeuge aller Art die Ahr wieder überqueren.

Für den Bau der Brücke waren Einsatzkräfte der Fachgruppen Brückenbau aus Müllheim und Pfedelbach (Baden Württemberg), Bad Kreuznach (Rheinland-Pfalz) und Freising (Bayern) eingesetzt. Daneben waren Unterstützungskräfte aus den Bereichen Räumen, Notversorgung und Notinstandsetzung, Einsatzgerüstsystem und Logistik beteiligt.

Von den ersten Erkundungen und Vermessungen über die massiven Vorarbeiten bis zum Abschluss dauerte es nur 15 Tage. Für die Errichtung des Brückenkörpers benötigten die rund 80 Frauen und Männer nur 5 Tage.

Der Bau weiterer Brücken durch das THW im August wird derzeit vorbereitet.

Das THW aus Bayern ist mit insgesamt 600 Einsatzkräften und seit 16 Tagen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz im Einsatz. Schwerpunkt des THW-Einsatzes ist die Wiederherstellung kritischer Infrastruktur. Das THW wird den Einsatz auch in den kommenden Wochen nachhaltig weiterführen.

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Quelle: Presseportal