Bern (ots) –

Die Streitfrequenz bleibt 2021 insgesamt stabil, innerhalb der Bereiche Mobilität, Arbeit und Wohnen gibt es jedoch Verschiebungen. Insgesamt streiten die Jungen auch 2021 häufiger als die Alten und die Rechtstreitigkeiten von Frauen sind um einiges teurer als diejenigen von Männern. Die grössten Streithähne im Bereich Mobilität kommen auch 2021 wieder aus Zürich und Genf.

Die Einschränkungen in der Mobilität aufgrund der Corona-Pandemie haben nach 2020 auch 2021 insgesamt zu einem Rückgang von 5% bei den Rechtstreitigkeiten in diesem Bereich geführt.

Dennoch wird in Zürich und Genf wird weiterhin deutlich öfters – ca. 50% – rund um Mobilität gestritten als in Basel und Bern und Männer streiten im Zusammenhang mit der Mobilität beinahe doppelt so oft wie Frauen. Junge (18 – 35) haben zweieinhalb mal so oft Streitigkeiten im Zusammenhang mit der Mobilität als die Altersgruppe „66 und älter“. Bei der Gruppe „18 – 35“ ist die Streitfrequenz alleine im vergangenen Jahr um über 40% angestiegen.

Um ganze 15% weniger gestritten wurde rund um das Thema Arbeit. Insgesamt ist die Streitfrequenz 2021 dennoch praktisch identisch mit jener von 2020, dies da im Bereich des Wohneigentums 2021 ein deutlicher Anstieg von über 6% erfolgte, der die Senkungen in den anderen Bereichen zu kompensieren vermochte. Absoluter Spitzenreiter im Streit um Wohneigentum sind die Tessiner. Jeder zwölfte Wohneigentümer im Tessin hat einen Rechtsstreit rund um sein Wohneigentum. Insgesamt liegt die Streitfrequenz der Tessiner im Wohneigentum 65% über dem Schweizerischen Durchschnitt.

Die Jungen streiten deutlich öfters als die Alten

2021 waren in der Altersgruppe „18 – 35“ 22% in einen neuen Rechtsstreit verwickelt, während dem in der Altersgruppe „66 und älter“ nur 10% einem neuen Rechtsstreit ausgesetzt waren. Bei den dazwischen liegenden Altersgruppen „36 -50“ bzw. „51 – 65“ waren im vergangenen Jahr 17 bzw. 15 von 100 Personen von einem solchen Ereignis betroffen. Die gleiche Abstufung war bereits 2020 festzustellen, jedoch hat sich sie noch etwas akzentuiert, da die Streitfrequenz bei der jüngsten Altersgruppe gegenüber dem Vorjahr um weitere 13% angestiegen ist, während dem sie bei den anderen Gruppen gegenüber dem Vorjahr nur minim geschwankt hat. Hingegen sind die Rechtsstreite in der Altersgruppe „18 – 35“ durchschnittlich nur halb so teuer wie jene der Altersgruppe „51 – 65“.

Die Rechtsstreite von Frauen sind teurer als jene der Männer.

Die Erkenntnis aus dem Vorjahr hat sich im vergangenen Jahr akzentuiert. Sind die Durchschnittskosten bei den Männern gegenüber 2020 um 2% gesunken, sind sie bei den Frauen um 15% angestiegen. Das hat nun zur Folge, dass Frauen im vergangenen Jahr insgesamt um 10% teurer streiten als Männer. Dabei gibt es allerdings Unterschiede nach Rechtsgebieten. In der Mobilität sind Männer leicht (ca. 3%) teurer, bei den anderen beiden Bereichen dagegen die Frauen deutlich (15 – 20%).

Infos zur Studie

Die Auswertungen des Streitbarometers basieren auf dem TCS Kundenportfolio im Verkehrsrechtsschutz mit rund 250’000 Policen; – Privatrechtsschutz mit rund 150’000 Policen;- Gebäuderechtsschutz mit rund 32’000 Policen und beziehen sich auf Rechtsfälle, die im Jahr 2021 eröffnet (bezüglich Frequenz) bzw. abgeschlossen (bezüglich Kosten und Dauer) wurden.

Pressekontakt:

Kontakt: Daniel Graf, Mediensprecher TCS, 058 827 34 41, daniel.graf@tcs.ch,
www.pressetcs.ch, www.flickr.com

Original-Content von: Touring Club Schweiz/Suisse/Svizzero – TCS übermittelt durch news aktuell

Quelle: Presseportal