Köln (ots) –

Der Städte- und Gemeindebund NRW rechnet mit einer Verdoppelung der Zahl der Briefwähler in NRW bei der Landtagwahl am 15. Mai. „Die Nachfrage bei der Briefwahl ist ähnlich groß wie bei der vergangenen Bundestagswahl. In einigen Kommunen sind nach dem Versand der Wahlbenachrichtigung in nur zwei, drei Tagen mehr Anträge eingegangen als bei der Landtagswahl 2017 insgesamt. Wir gehen davon aus, dass fast jeder Zweite per Brief wählen wird, ähnlich wie bei der Bundestagswahl 2021“, sagte Eckhard Ruthemeyer, der Präsident des Kommunalen Spitzenverbands und hauptamtlicher Bürgermeister der Stadt Soest, dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Donnerstag-Ausgabe). „Wir beobachten eine rasante Veränderung im Wahlverhalten“, sagte Ruthemeyer.

Der Präsident des Städte- und Gemeindebundes schätzt, dass sich der Anteil der Briefwählern im Vergleich zur Landtagswahl 2017 verdoppeln wird. Bei der Bundetagwahl im vergangenen Jahr sei das große Interesse an der Briefwahl noch auf die Pandemie zurückgeführt worden, da viele Menschen Sorge gehabt hätten, sich im Wahllokal anzustecken. „Aber die aktuelle Nachfrage spricht dafür, dass wir es vor allem mit einem gesellschaftlichen Wandel zu tun haben“, so Ruthemeyer. Offenbar wollten immer mehr Menschen „flexibel bleiben und den Rücken frei haben für das Wochenende“, erklärte der CDU-Politiker. Hinzu komme, dass die Briefwahl von den Parteien immer offensiver beworben werde. Auch der Komfort sei gestiegen: „Viele Wahlberechtigte haben die Möglichkeit genutzt, den Antrag über den QR-Code auf der Wahlbenachrichtigung oder das Online-Formular ihrer Kommune zu stellen“, sagte der Kommunalexperte.

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