Freiburg (ots) – SPD-Spitzenkandidat Olaf Scholz kommt in diesem bizarren Wahlkampf zugute, dass er Scholz ist. Stoisch hat er ertragen, was zu ertragen war: erst den Spott, weil die eigene Partei ihn als Vorsitzenden verschmähte, dann die Häme über die scheinbar aussichtslose Kandidatur. Selbst sein Image als Strohmann, der die Wählerinnen und Wähler mit maximaler Nüchternheit, Sachkompetenz und Routine von linken Träumereien der wahren SPD-Mächtigen ablenkt, hat er hingenommen. Es hat Scholz nicht daran gehindert, als Finanzminister seine Arbeit zu verrichten und nebenbei Professionalität und Verlässlichkeit auszustrahlen. Jetzt, da die Konkurrenz von Union und Grünen – nun ja – schwächelt, zahlt sich das aus. In schwerer Zeit wächst die Sehnsucht nach Solidität. Der erfahrene Scholz bedient diesen Wunsch. CDU/CSU, deren Kampagne ganz darauf ausgerichtet war, die Grünen in Schach zu halten, finden bisher kein Mittel dagegen. Viel Zeit für die Suche danach bleibt nicht mehr. https://mehr.bz/khs237i

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