Frankfurter Rundschau (ots) –

Wer wissen will, was Russlands Staatspräsident Wladimir Putin mit dem Gaslieferstopp für Polen und Bulgarien im Schilde führt, muss sich die Notierungen an den Energiebörsen anschauen. Der Preis für die Lieferung im kommenden Winter verteuerte sich am Mittwoch um bis 25 Prozent. Vor einem Jahr kostete russisches Erdgas nur ein Fünftel dessen. Putin schürt Verunsicherung, was die Notierungen hoch hält. Dabei spielt es keine Rolle, wie viel Gas fließt. Und wie viel von dem Roh- und Brennstoff Putin im kommenden Winter nach Westeuropa schicken lässt, weiß er vermutlich selbst noch nicht. Die Verfünffachung bedeutet, dass sich für Firmen die Einkaufspreise erhöhen. Politisch Verantwortlichen aus allen EU-Ländern macht das schwer zu schaffen – das weiß Putin. Was hilft: Selbstbewusstsein der politisch Handelnden und weitere staatliche Hilfsprogramme, die vor allem Menschen mit niedrigen Einkommen zugutekommen. Die Regierungen haben keine andere Wahl im asymmetrischen Energiekrieg.

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