Halle/MZ (ots) – In der Corona-Pandemie fordert Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) eine „nationale Strategie für Pandemiefestigkeit“. Entscheidend sei eine eigene Produktion wichtiger medizinischer Versorgungsgüter. „Das fängt bei Forschung und Entwicklung an – dieser Sektor darf nicht in andere Länder und Kontinente abwandern“, sagte Haseloff der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung (Dienstagsausgabe). Er warnte: „Dann sägen wir selbst den Ast ab, auf dem wir sitzen. Sozialstaatspolitik kann man nur auf dem Fundament einer funktionierenden Wirtschaft aufsetzen.“

Der amtierende Bundesratspräsident fordert deshalb ein Umdenken in der Wirtschaftspolitik, um langfristige Schäden durch die Pandemie abzuwenden. Es müsse ab sofort darum gehen, „wieder Wirtschaftswachstum zu generieren, um unsere gesellschaftlichen Standards zu halten“. Dafür brauche es ein Umlenken in Bund und Ländern. „Neben dem Erhalt und Ausbau von Sozialstaatsleistungen müssen wir wieder verstärkt auch auf den Erhalt und Ausbau unserer Wirtschaft und der technischen Infrastruktur achten“, so Haseloff. „Ich bekomme viele Klagen, weil wichtige Medizinprodukte nicht geliefert werden können“, sagte der Regierungschef. „Wir hatten ein Masken-Problem. Und wir haben die Impfstoff-Problematik. Was wir brauchen, ist Unterstützung für Unternehmen, die uns helfen, pandemiefest zu werden.“

In seinen Überlegungen für eine krisenfeste Wirtschaft sieht Haseloff Sachsen-Anhalt verhältnismäßig gut aufgestellt. „Es hat sich gezeigt, dass wir die für die Bewältigung einer Pandemie wichtigen Industrien bei uns haben: die Chemieindustrie, die Impfstoff- und Zellstoffherstellung. Auf diese Pferde müssen wir in den kommenden Jahren setzen.“ Dies sei eine Aufgabe der Förderpolitik für Bund und Land.

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