Osnabrück (ots) –

Nord Stream 2: Rückendeckung der Wirtschaftsverbände für Manuela Schwesig

Vorsitzender des Ost-Ausschusses: Für das Engagement gab es viele gute Gründe

Osnabrück. Der Vorsitzende des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft (OA), Oliver Hermes, hat das russlandfreundliche Engagement der mit Rücktrittsforderungen konfrontierten Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig (SPD), indirekt verteidigt. Der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ) sagte Hermes, für das Engagement für die Fertigstellung der russisch-europäischen Erdgaspipeline Nord Stream 2 habe es „aus wirtschaftlicher Perspektive viele gute Gründe gegeben“.

„Die Sowjetunion und später Russland waren seit den 1970er-Jahren verlässliche Lieferanten von Energie, und dies gerade in Zeiten, in denen die OPEC-Länder zwei Energiepreiskrisen verursacht haben“, sagte Hermes der NOZ. „Die deutsche und europäische Wirtschaft – übrigens auch Polen und die Ukraine – haben von dieser Energiekooperation enorm profitiert. Aus heutiger Perspektive so zu tun, als sei diese Zusammenarbeit generell ein Fehler gewesen, wäre zu kurzsichtig gedacht.“

Laut Hermes sind nicht zuletzt der deutsche Atom- und Kohleausstieg sowie sinkende Erdgasfördermengen in der EU zu kompensieren. „Zusätzliche Erdgasmengen aus Russland hätten die europäische Wirtschaft und Haushalte entlastet und damit Europa wettbewerbsfähiger gemacht.“

Der politische und mediale Druck auf Schwesig hält unterdessen an. Die Vorwürfe beziehen sich vor allem auf die ominöse Gründung einer „Klimaschutz- und Umweltstiftung“, die einen Geschäftsbetrieb zur Fertigstellung der unter US-Sanktionen leidenden Nord-Stream-2-Pipeline enthielt. Die Betätigung diese Geschäftsbetriebs der von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) als „Tarnstiftung“ bezeichneten Klimastiftung liegt bislang im Dunkeln.

Laut Hermes hat sich der Ost-Ausschuss immer als Brückenbauer gesehen. „Die Erfolge dieser Arbeit werden heute leider durch das Vorgehen der russischen Regierung massiv infrage gestellt“, betonte Hermes in der NOZ. „Wir unterstützen vorbehaltlos alle Sanktionen der internationalen Gemeinschaft, um diesen furchtbaren Krieg schnellstmöglich zu beenden.“

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