Köln (ots) –

Wie auch in den vergangenen Wochen glaubt weiterhin nur knapp ein Viertel der Bundesbürger (23%), dass der Krieg in der Ukraine militärisch gewonnen werden kann. Nach aktuellem RTL/ntv Trendbarometer meinen hingegen 70 Prozent der Bundesbürger, quer durch alle politischen Lager, dass der Krieg letztlich nur durch Verhandlungen und eine diplomatische Lösung beendet werden kann.

Um den russischen Präsidenten Putin zum Einlenken zu bewegen, haben die Mitgliedstaaten der EU beschlossen, bis Ende des Jahres mehr als zwei Drittel der russischen Öl-Lieferungen in die EU zu stoppen. Lediglich 6 Prozent der Bundesbürger glauben, dass diese neue Sanktion den russischen Präsidenten Putin zu einem Einlenken im Ukraine-Krieg bewegen wird. 92 Prozent glauben das nicht.

Waffenlieferungen an die Ukraine: Ost- und Westbürger uneinig

Außer den bisher gelieferten 1.000 Panzerabwehrwaffen und 500 Boden-Luft-Raketen wird Deutschland jetzt auch schwere Waffen, darunter Panzerhaubitzen, Flugabwehrpanzer und moderne Flugabwehrraketen an die Ukraine liefern. 56 Prozent der Bundesbürger finden das richtig. 37 Prozent finden das nicht richtig. Zwischen Ost- und Westdeutschen ergibt sich in dieser Frage ein völlig gegensätzliches Meinungsbild: Während sich unter den Ostdeutschen 29 Prozent für und 63 Prozent gegen die Lieferung schwerer Waffen aussprechen, sind unter den Westdeutschen 61 Prozent dafür und 32 Prozent dagegen.

Mehrheit hält Sondervermögen für die Bundeswehr für nicht ausreichend

27 Prozent der Bundesbürger glauben, dass das sogenannte Sondervermögen in Höhe von 100 Milliarden Euro ausreichen wird, um die bestehenden Ausrüstungsmängel bei der Bundeswehr zu beseitigen. 58 Prozent der Bundesbürger glauben das nicht. 15 Prozent trauen sich in dieser Frage keine Einschätzung zu. Dass die 100 Milliarden Euro ausreichen werden, glaubt auch unter den Anhängern aller drei Regierungsparteien jeweils nur eine Minderheit. Am häufigsten meinen die Anhänger der FDP (71%) sowie der CDU/CSU (64%), dass die Summe für die Behebung der bestehenden Ausrüstungsmängel nicht ausreichen wird.

73 Prozent unzufrieden mit Inflationsbekämpfung der Bundesregierung

Lediglich 20 Prozent der Bundesbürger (- 6 Prozentpunkte) haben aktuell den Eindruck, dass die Bundesregierung genug tut, um die Inflation zu bekämpfen. 73 Prozent (+ 8 Prozentpunkte) meinen hingegen, die Bundesregierung müsse bei der Inflationsbekämpfung mehr tun. Auch von den Anhängern der „Ampel-Parteien“ meint jeweils eine deutliche Mehrheit, die Regierung tue nicht genug, um die Inflation zu bekämpfen (SPD 74%, FDP 67%, Die Grünen 59%).

Im Hinblick auf die Wirksamkeit des sogenannten „Tankrabatts“ gibt es unter den Bundesbürgern ein klares Meinungsbild: Nur Wenige (12%) glauben, dass die Mineralölkonzerne und Tankstellenbetreiber die Steuersenkung auf Benzin und Diesel in den nächsten drei Monaten eins zu eins an die Kunden weitergeben und die Kraftstoffe entsprechend billiger machen werden. Die große Mehrheit von 86 Prozent der Bundesbürger – quer durch alle Bevölkerungs- und Wählergruppen – glaubt das nicht.

Nur 29 Prozent für Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel auch nach „9-Euro-Ticket“

Im Hinblick auf das von Juni bis September geltende „9-Euro-Ticket“ glauben 29 Prozent der Bundesbürger, dass nach dessen Auslaufen mehr Bürger öffentliche Verkehrsmittel nutzen werden. Mehr als zwei Drittel (69%) glauben das nicht. Auch unter den Anhängern der Koalitionsparteien glaubt jeweils eine deutliche Mehrheit nicht, dass durch das „9-Euro-Ticket“ langfristig die Zahl der Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel steigen wird (SPD 70%, FDP 61%, Die Grünen 60%).

Die Meldungen sind mit der Quellenangabe RTL/ntv Trendbarometer frei zur Veröffentlichung. Die Daten zum Ukraine-Krieg wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut forsa im Auftrag von RTL Deutschland am 02. Und 03. Juni 2022 erhoben. Datenbasis: 1.001 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: +/-3 Prozentpunkte. Die Daten zu den Meinungen zur Inflationsbekämpfung und zu einzelnen Maßnahmen der Bundesregierung wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut forsa im Auftrag von RTL Deutschland am 02. und 03. Juni 2022 erhoben. Datenbasis: 1.001 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: +/- 3 Prozentpunkte.

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