Heidelberg (ots) – Das Bekenntnis Joe Bidens zur transatlantischen Partnerschaft hätte kaum überzeugender ausfallen können. Für die Europäer ist dies ein Grund zur Freude und eine Verpflichtung gleichermaßen. Denn auch wenn Biden auf konkrete Forderungen verzichtete, so werden die Europäer doch zu Zugeständnissen bereit sein müssen. Insbesondere für Deutschland könnten diese schmerzhaft werden. So dürfte das von Angela Merkel zugesagte stärkere Militärengagement innenpolitisch nicht unumstritten sein. Auch die Differenzen über die Pipeline Nord Stream 2 sind nicht aus der Welt geschafft. Und ein gemeinsames Vorgehen gegenüber China wird deutsche Handelsinteressen berühren. Dennoch überwiegen die gemeinsamen Interessen. Ganz abgesehen davon, dass die westliche Wertegemeinschaft nur bestehen kann, wenn sie nach außen geschlossen auftritt und ihre Differenzen im Innern offen anspricht. Beides ist nun wieder möglich.

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