Mainz (ots) – Die Überfischung der Meere ist eine Katastrophe. Wenn die Welthandelsorganisation sich nicht endlich auf eine Begrenzung der Milliardensubventionen einigt, drohen schwerwiegende Konsequenzen. Immer größere und leistungsfähigere Flotten beuten derzeit ohne Rücksicht auf Verluste die Meere aus. Weltweit gilt ein Drittel des Fischbestands als überfischt. Das heißt, die Fischschwärme können sich nicht mehr regenerieren, sondern schrumpfen. Das ökologische Gleichgewicht der Meere wird empfindlich gestört. Das Mittelmeer ist da keine Ausnahme. Eine Begrenzung des industriellen Fischfangs würde auch wirtschaftlich Sinn machen. Denn wenn die Meere eine Atempause bekommen, könnten sich Fischbestände erholen. Dann wäre es selbst bei einer Schonung der regenerierten Fischschwärme danach möglich, mehr zu fangen als in der Vergangenheit. Regeln für Subventionen sind besonders notwendig, da mit ihnen unrentable Fischzüge eingedämmt werden. Leidtragende der industriellen Fangflotten sind die Kleinfischer in den ärmeren Ländern, die gegen deren Raubzüge keine Chance haben. Doch noch gibt es keine Einigung. Umstritten bleibt, ob die schädlichen Treibstoffsubventionen ausgeklammert werden, wer Kontrollen überwacht und welche Sanktionen bei Verstößen drohen. Auch die Signale aus China sind widersprüchlich. Aber auch ein nicht perfektes Abkommen wäre ein erster Schritt, die Meere zu retten.

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