Köln (ots) – Der Kölner Rapper Eko Fresh sieht sich in der deutschen Öffentlichkeit mit dem Klischee der türkischen Herkunft behaftet. „Ich kenne die Türkei auch nur aus dem Urlaub oder aus dem Fernsehen“, sagt er im Podcast „Talk mit K“ des „Kölner Stadt-Anzeiger“. Wenn er etwa zum türkischen Präsidenten Erdogan befragt werde, frage er sich: „Warum wollt ihr das von mir wissen? Ich bin doch eigentlich hier nur der Rapper, ein guter Rapper.“ Mittlerweile erkenne er aber auch die Vorteile darin, in eine Schublade gesteckt zu werden. „Für normale Bands ist es schwer, im Fernsehen stattzufinden oder in irgendwelche Sachen reinzukommen, aber als Türke ging das immer“, sagt er. Deswegen hab er im Jahr 2013 auch den Song „Quoten-Türke“ veröffentlicht. „Mittlerweile bin ich zu der Erkenntnis gekommen, dass sich die Gesellschaft gerne Figuren auswählt, weil Menschen es sich gerne leicht machen. Warum sitzen irgendwelche Ex-Fußballer im Fernsehen und sagen dann noch mal ihre Meinung?“ Auch er scheine eine bestimmte „Schublade zu besetzen“, so der Rapper. „Ich habe mich damit angefreundet und versuche, das Beste daraus zu machen, einen guten Einfluss zu nehmen auch auf heranwachsende Migranten.“ Wenn er eine Integrations-Single herausbringe, erhalte diese meist automatisch mehr Öffentlichkeit als ein lediglich unterhaltsamer Song wie seine jüngst veröffentlichte Single „Miss Köllefornia“. „Dann bekomme ich halt den Integrations-Teil in einer Sendung mit dem Song.“

Das Gespräch mit Eko Fresh ist zu hören im Podcast „Talk mit K“ des „Kölner Stadt-Anzeiger“, abrufbar auf ksta.de/podcast. Der Podcast außerdem abrufbar über Apple Podcasts, Spotify, Amazon Music, Audio Now, Deezer und Podimo

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