Bern (ots) –

Parteien: X. c. „heidi.news“

Themen: Wahrheit / Anhörung bei schweren Vorwürfen

Beschwerde abgewiesen

Zusammenfassung

Der Schweizer Presserat weist eine Beschwerde gegen „heidi.news“ ab. Vom 22. Februar bis zum 4. März 2020 veröffentlichte dieses Medium eine Reihe von Artikeln über den Rechtsstreit zwischen dem Genfer Kunsthändler Yves Bouvier und dem russischen Milliardär Dmitry Rybolovlev. Der Beschwerdeführer behauptet, die Serie verleumde Yves Bouvier und enthalte zahlreiche Verstösse gegen den Journalistenkodex, so das Versäumnis, nach der Wahrheit zu suchen, die übermässige Verwendung anonymer Quellen und das Versäumnis, Bouvier zu schwerwiegenden Anschuldigungen anzuhören.

Der Presserat erinnert in seinem Entscheid daran, dass er kein Gericht ist. Es ist daher nicht seine Aufgabe, über den potenziell verleumderischen Charakter eines Artikels oder einer Artikelserie zu entscheiden.

Der Presserat befindet, „heidi.news“ könne aufgrund seiner zahlreichen Quellen und der vielen belegten Zeugenaussagen nachweisen, tatsächlich nach der Wahrheit gesucht zu haben. Im Übrigen hat Yves Bouvier seinen Standpunkt darlegen können: Die Journalisten haben ihn mehrfach direkt befragt, was der Beschwerdeführer nicht bestreitet, und die Artikelserie gibt seine Antworten wieder. Schliesslich diente die Wahrung der Anonymität der Quellen tatsächlich einem überwiegenden öffentlichen Interesse.

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Quelle: Presseportal