Warendorf (ots) –

Stellen Sie sich vor, Sie werden über soziale Medien von vermeintlich netten Menschen angeschrieben. Es entwickelt sich ein Flirt, Sie tauschen sich zunächst verbal aus, dann per Video und dann werden Sie irgendwann aufgefordert sich auszuziehen oder sexuelle Handlungen über Webcam zu teilen. Sie kommen dem nach und werden anschließend erpresst. Sie sollen Geld in Form von Kryptowährung überweisen, andernfalls würden die heimlich aufgezeichneten Videos der Intimitäten veröffentlicht werden.

Diese Masche nennt sich „Sextortion“ – eine Verbindung der englischen Wörter „Sex“ und „Extortion“ (Erpressung). Die Täter schicken Erpresserschreiben meist per Mail. Auch behaupten sie oft, dass Rechner und Smartphone gehackt worden seien. In den Mails gaukeln sie ihren Opfern über Fake-Verlinkungen vor, dass es tatsächlich Videos gibt.

Diese Maschen können sowohl Männer als auch Frauen treffen und kommen aktuell vermehrt im Kreis Warendorf vor. Haben Sie keine Scheu, sollte Ihnen so etwas passieren und melden Sie sich bei der Polizei. Sprechen Sie mit Familie und Freunden über diese Masche. Und:

Seien Sie auf der Hut und bedenken Sie:

   - Sie könnten während eines Videochats heimlich gefilmt werden, um
     Sie zu erpressen
   - Klicken Sie bei verdächtigen E-Mails niemals auf einen Link
   - Überweisen Sie kein Geld
   - Geben Sie keine persönlichen Daten preis
   - Ändern Sie Ihre Passwörter
   - Brechen Sie den Kontakt zu der anonymen Person sofort ab und 
     ignorieren Sie Nachrichten
   - Nehmen Sie keine Freundschaftsanfragen von fremden Personen an
   - Seien Sie zurückhaltend mit der Veröffentlichung persönlicher 
     Daten
   - Stimmen Sie keinen Entblößungen oder intimen Handlungen in 
     Videochats zu, wenn Sie die Person erst seit kurzem kennen

Rückfragen zur Pressemitteilung bitte an:

Polizei Warendorf
Pressestelle
Telefon: 02581/600-130
Fax: 02581/600-129
E-Mail: pressestelle.warendorf@polizei.nrw.de
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Außerhalb der Bürozeiten:

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Quelle: Presseportal