Windeck (ots) – In der Nacht von Samstag auf Sonntag, 16.05.2021 gegen 02:50 Uhr fuhren die Beamten der Polizeiwache Eitorf zu einer Streitigkeit in Windeck. Noch auf der Anfahrt fiel den Beamten ein schwarzer Audi A 5 auf, der im Bereich der Einsatzörtlichkeit stand. Mehrere Personen flüchteten bei Erkennen des Streifenwagens zu Fuß. Die Fahrerin in dem Audi startete das Fahrzeug und versuchte mit dem Fahrzeug weg zu fahren. Sie konnte gestoppt werden. Bei der anschließenden Kontrolle stellten die Beamten fest, dass die 18jährige Fahrerin aus Weilerswist unter Alkohol stand. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von über 1%o.
Als die renitente Fahrerin, zwecks Blutprobe zur Polizeiwache transportiert werden sollte, kamen plötzlich zwei der zuvor geflüchteten Personen zurück und versuchten die Frau zu befreien. Neben der heftigen Gegenwehr der Fahrerin wurden die Beamten durch die beiden anderen Personen massiv beleidigt, geschlagen und getreten. Durch die Beamten wurde Pfefferspray eingesetzt. Erst durch den Einsatz weiterer Polizeikräfte aus den Polizeiwachen Siegburg, Hennef, Sankt Augustin, Altenkirchen und der Bundespolizei konnte die Lage beruhigt werden.
Gegen die Fahrerin wird nun wegen Trunkenheit im Verkehr , Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung ermittelt. Das von ihr geführte Fahrzeug wurde sichergestellt.
Gegen die anderen Personen wird wegen versuchter Gefangenenbefreiung, Landfriedensbruch, Körperverletzung und Beleidigung ermittelt.
Im Rahmen der weiteren Ermittlungen stellte sich heraus, dass es ursprünglich zu einem Streit mit 10-20 ungebetenen Besuchern bei einer Feier gekommen sei. Während dieses Streits kam es zu Sachbeschädigungen und einer anschließenden Bedrohung mittels einer Armbrust. Hierzu wurden entsprechende Anzeigen gefertigt. In welcher Beziehung die angetroffenen Personen standen, ist jetzt Gegenstand weiterer Ermittlungen durch die Kriminalpolizei. Bezüglich der Feier wurden Anzeigen wegen Verstößen gegen Corona-Beschränkungen gefertigt.
Zwei Beamte wurden wegen Schlägen und Tritten verletzt. Sie konnten nach ambulanter ärztlicher Versorgung im Krankenhaus ihren Dienst wieder aufnehmen. (DS)

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