Siegen (ots) – In den letzten Wochen hatte die Auto- und Poserszene in Siegen regen Zulauf, es kam insbesondere vermehrt zu massiven Lärmbelästigungen. Die Polizei führte Einsätze durch, erteilte an Treffpunkten zahlreiche Platzverweise und verhängte Verwarnungs- und Bußgelder. Es wurden überwiegend eventhungrige Leute sowie Poser angetroffen. Eine Raserszene im eigentlichen Sinne hat sich bislang nicht gebildet, auch wenn es in der Vergangenheit vereinzelt zu Beschleunigungsfahrten oder Fahrten mit hoher Geschwindigkeit kam. Auch wenn dies Einzelfälle sind, nimmt sie die Siegener Polizei dennoch ernst, denn auch ein Einzelfall kann tödlich enden.

Aus diesen Gründen fanden am vergangenen Wochenende erneut Polizeikontrollen statt. Dieses Mal wurden die Ordnungshüter am Freitagabend durch Bereitschaftspolizei und zum wiederholten Mal durch das Ordnungsamt der Stadt Siegen unterstützt. Im Fokus standen die szenetypischen Treffpunkte wie OBI-Parkplatz Weidenau, Parkplätze Geisweid unter der HTS und an der Siegerlandhalle. Insgesamt wurden in der Nacht zu Samstag 208 Fahrzeuge kontrolliert. Es gab zehn Platzverweise. Hinzu kam eine Strafanzeige wegen des Verdachtes eines illegalen Rennens auf der HTS, die Ermittlungen hierzu dauern noch an. Des Weiteren gab es zwei Strafanzeigen wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis. Acht Ordnungswidrigkeitenanzeigen wurden wegen Verstöße gegen die Coronaschutzverordnung aufgenommen. Der Einsatz eines Schallpegelmessgeräts führte zu einer weiteren Ordnungswidrigkeitenanzeige. Hier waren Fahrzeugbauteile derart verändert worden, dass die Betriebserlaubnis erlosch. Der Fahrer durfte nur noch bis nach Hause bzw. der nächsten Werkstatt fahren, um die Umbauten rückgängig zu machen. Dazu kamen noch zwei Verwarnungsgelder wegen geringfügigen technischen Veränderungen der Fahrzeuge. Parallel zu den Kontrollen an den Treffpunkten wurden durch Polizei und Ordnungsamt Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt. Achtzehn Fahrzeuge waren zu schnell, so dass vier Ordnungswidrigkeitenanzeigen und vierzehn Verwarnungsgelder die Folge waren. Zwei Verstöße führen nach Regelsatz des Bußgeldkatalogs zu einem einmonatigen Fahrverbot. Spitzenreiter war ein PKW mit 96 km/h statt der erlaubten 50 km/h. Am Samstag führte die Siegener Polizei die Kontrollen weiter fort. Insgesamt war die Lage an den Szenetreffpunkten deutlich ruhiger als an den vorangegangenen Abenden. Dennoch kam es zu einigen kleineren Zusammenkünften. Die Polizei erteilte in dieser Nacht insgesamt zwölf Platzverweise, drei Anzeigen wegen Verstöße gegen die Coronaschutzverordnung, acht Ordnungswidrigkeitenanzeigen sowie vierzehn Verwarnungsgelder. Hinzu kam eine Strafanzeige gegen einen 28-jährigen Fahrzeugführer, da er keinen gültigen Führerschein besaß. Der Fahrzeugschlüssel des 28-Jährigen wurde zur Verhinderung der Weiterfahrt sichergestellt.

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