Leichlingen (ots) – Am gestrigen Feiertag (13.05.), um kurz vor 16:00 Uhr, ist die Polizei von einem Anwohner zu einem Spielplatz im Weißdornweg gerufen worden. Der Anrufer hatte eine Personengruppe gemeldet, die dort unter Missachtung der geltenden Coronaschutzverordnung den Basketballplatz nutzen würde.

Als der Streifenwagen eintraf, flüchten drei von insgesamt sieben Personen und rannten in ein angrenzendes Waldgebiet. Eine Verfolgung war für die zwei Polizisten jedoch nicht Erfolg versprechend.

Die verbliebenen vier Personen auf dem Basketballplatz trugen keine Mund-Nase-Bedeckung und führten auch keine mit sich.
Sie verhielten sich unkooperativ, provokant und unterließen zunächst auch trotz mehrfacher Aufforderung nicht das Basketballspielen.

Um die Verstöße gegen die geltenden Vorschriften ahnden zu können, sollten die Personalien der vier jungen Männer festgestellt werden.
Ein 18-jähriger Leichlinger wurde dazu durch einen Polizisten am Streifenwagen nach Ausweispapieren durchsucht.

Zwei seiner Freunde, beide 19 Jahre alt und ebenfalls aus Leichlingen, filmten heimlich die polizeilichen Maßnahmen unter Gelächter und unterließen das Filmen auch trotz Hinweises auf eine Strafbarkeit nicht. Die Durchsuchung wurde unterbrochen und sie wurden aufgefordert, ihre Mobiltelefone auszuhändigen, damit diese als Beweismittel sichergestellt werden können.

Der vierte Mann der Gruppe, ein ebenfalls 18-jähriger Leichlinger, kam hinzu und störte wiederum diese Maßnahme, indem er mit dem Basketball in unmittelbarer Nähe der Beamten dribbelte. Statt dies nach Aufforderung zu unterlassen, drehte er sich ruckartig um und brachte den Ball in Richtung des Gesichtes eines Polizisten, der mit dem Unterarm abwehren konnte, im Gesicht getroffen zu werden und dadurch leicht am Unterarm verletzt wurde.

Zur Verhinderung weiterer Störungen sollte der 18-Jährige durch den Polizisten zu Boden gebracht werden. Hierbei entstand ein Gerangel, bei dem sich der junge Mann losriss und seine Arme gegen den Beamten erhob. Da er sich weiter massiv wehrte, konnte der Widerstand nur durch körperliche Gewalt gebrochen und der Mann anschließend gefesselt werden. Während dieser Fixierung kamen seine Freunde hinzu, brüllten lautstark und ergriffen eine Polizistin an den Unterarmen. Ein Angriff auf den am Boden knienden Polizisten konnte nur durch ein Zurückdrängen unterbunden werden.

Nachdem weitere Polizisten zur Unterstützung eintrafen, beruhigte sich die Situation und die beiden Mobiltelefone wurden sichergestellt. Die Personalien der vier Männer konnten festgestellt werden, indem sie nach Hause begleitet wurden.

Sowohl der beschuldigte 18-Jährige als auch ein Polizist wurden leicht verletzt, benötigten jedoch keine sofortige ärztliche Behandlung.

Neben den Anzeigen wegen Verstoßes gegen die Coronaschutzverordnung wurde eine Strafanzeige wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung sowie Körperverletzung erstattet.

Die zwei Männer, die die Polizisten unerlaubt mit ihren Mobiltelefonen gefilmt hatten, erwartet ein Strafverfahren wegen Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes. (ct)

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Quelle: Presseportal