Stadt und Landkreis Kaiserslautern (ots) – Beinah jeden Tag werden der Polizei Betrugsdelikte mit den unterschiedlichsten Vorgehensweisen gemeldet. Nach wie vor „beliebt“ ist bei den Tätern die Enkeltrick-Masche, über die wir schon mehrfach berichtet haben. Sie war am Mittwoch sozusagen wieder „an der Reihe“: Insgesamt fünf Betrugsversuche dieser Art wurden aus dem Großraum Kaiserslautern angezeigt. Zum Glück fiel keines der ausgewählten Opfer darauf herein.

So berichtete ein 88-jähriger Mann aus dem Stadtgebiet, dass er gegen 11.30 Uhr einen Anruf einer jungen Frau erhalten hatte, die sich als seine Enkeltochter ausgab. Die vermeintliche Enkelin behauptete, sie wolle sich eine Immobilie kaufen und benötige hierfür 38.000 Euro.
Weil dem Senior die Geschichte merkwürdig vorkam, beendete er das Gespräch. Zu weiteren Anrufen kam es nicht. Die Betrügerin hatte offensichtlich verstanden, dass sie hier nicht „landen“ kann…

Auch eine 83-jährige Frau aus dem Landkreis ließ sich nicht aufs sprichwörtliche Glatteis führen, als gegen 12.20 Uhr ihr Telefon klingelte und sich eine Frau als ihre „Enkelin“ vorstellte. Die Anruferin bat um ein Treffen mit der „Oma“ noch am selben Tag, weil sie einen größeren Geldbetrag bräuchte. Die Seniorin beendete das Telefonat auf der Stelle, weil sie die Masche kannte und sich sicher war, dass es sich um einen Betrugsversuch handelt.

Ebenfalls eine weibliche Stimme meldete sich in der Mittagszeit telefonisch bei einer Seniorin aus dem nördlichen Landkreis. Gleich zweimal rief die Unbekannte mit unterdrückter Nummer an und gab vor, sie habe einen Verkehrsunfall verursacht und müsse nun für die Schadensregulierung 20.000 Euro bezahlen.
Als der zweite Anruf einging, war der 64-jährige Sohn der Seniorin gerade bei seiner Mutter und übernahm den Telefonhörer – daraufhin legte die Anruferin abrupt auf.

Wenn auch Sie solche Anrufe erhalten, bei denen sich angebliche Enkel melden, die Geld haben wollen, lassen Sie sich am besten nicht darauf ein und beenden Sie das Gespräch. Machen Sie am Telefon auch keine Angaben dazu, ob Sie Bargeld oder Wertgegenstände zu Hause haben, wieviel Geld auf Ihrem Bankkonto liegt oder bei welcher Bank dieses Konto ist.

Rufen Sie stattdessen Ihre Familienangehörigen mit der Telefonnummer, die Ihnen bekannt ist, zurück und fragen Sie nach, ob tatsächlich jemand aus dem Familienkreis der Anrufer war. Meistens stellt sich heraus, dass dies nicht der Fall war – dann verständigen Sie bitte die Polizei.

Weitere Informationen zum Thema „Enkeltrick“ und Tipps, wie Sie sich davor schützen können, finden Sie im Internet unter www.polizei-beratung.de – mit diesem Link kommen Sie direkt zur Infoseite: https://s.rlp.de/93
Und bitte sprechen Sie in Ihrer Familie auch mit lebensälteren Angehörigen über dieses Thema und vereinbaren Sie, was im „Fall der Fälle“ zu tun ist. |cri

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