Mainz (ots) –

Seit Sonntag, dem 07. März 2021, ist es im Stadtteil Hechtsheim zu einer großen Anzahl von Sachbeschädigungen durch vorsätzliches Zerkratzen von PKW gekommen. Zunächst wurden der Polizei in der ersten Nacht 19 zerkratzte Autos gemeldet. Diese Zahl erhöhte sich durch Nachmeldungen bis zum Montag, 15. März 2021, auf damals 107 Fahrzeuge. Bis zum heutigen Tag hat die Polizeiinspektion Mainz 3 auf dem Mainzer Lerchenberg, 142 Einzeltaten registriert. Von 31 geschädigten Fahrzeugbesitzern sind die Autos sogar mehrfach und an verschiedenen Tagen beschädigt worden.

Aufgrund mittlerweile vorliegender Kostenschätzungen für einen großen Teil der Fahrzeuge, beläuft sich der durchschnittliche Schaden auf ca. 2000,- EUR. Der Gesamtschaden wird vorläufig auf über 250.000,- EUR geschätzt.

Die Polizei Lerchenberg reagierte umgehend mit zahlreichen Einsatzmaßnahmen auf diese Serie, bildete unter anderem eine Ermittlungsgruppe und setzte über einen längeren Zeitraum Zivilkräfte ein. Zur Erstellung eines Täterprofils setzte die Polizei auf einen Austausch mit Betroffenen und weiteren Bürgern in der unmittelbaren Umgebung zu den Taten. Auch ein spezieller Fragebogen wurde zur Informationsgewinnung verteilt.

Eine aufmerksame Zeugin erbrachte letztendlich einen für die Ermittlungen wesentlichen Hinweis. Sie konnte am späten Abend des 16. März 2021 Kratzgeräusche hören und die Polizei an die richtige Stelle lotsen. Polizeibeamte konnten im Anschluss einen Tatverdächtigen vorläufig festnehmen und auch das Tatwerkzeug sicherstellen. In seiner Vernehmung machte der damals 64-jährige Hechtsheimer keine Angaben.

Aufgrund weiterer Erkenntnisse aus den Ermittlungen, sowie der Ergebnisse der kriminaltechnischen Untersuchungen an den beschädigten Fahrzeugen und weiterer Spurenträger, liegen der Polizei mittlerweile ausreichend Hinweise vor, dass der bislang polizeilich nicht in Erscheinung getretene Mann als Tatverdächtiger zumindest für einen Teil der Sachbeschädigungen in Frage kommt.

Für die Untersuchungen der Spuren setzte die Polizei damals Kriminaltechniker der Kriminaldirektion Mainz, sowie Chemiker und Biologen des Landeskriminalamtes Mainz ein. Für den nächtlichen Einsatz von Zivilkräften wurde die Polizei Lerchenberg durch Einsatzkräfte des PP Einsatz, Logistik und Technik und anderer Mainzer Dienststellen unterstützt.

Die mittlerweile sehr umfassende Ermittlungsakte wurde an die Staatsanwaltschaft Mainz übersandt.

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