Mainz-Worms (ots) – Ein Einsatzwochenende liegt hinter uns. Eins wie viele andere zuvor, aber doch wieder anders. Anders, weil die Resonanz im Netz eine völlig andere ist, als zu erwarten war.
Am Samstag fanden in Mainz sechs Versammlungen statt, eine siebte war verboten worden. Deren Teilnehmer wurden in einem fein abgestimmten Konzept und mit viel Kommunikation daran erinnert, dass es keine Versammlung geben wird, auch keine Alternative dazu. Die Reaktion war, dass die sechs anderen Versammlungen beendet wurden und im Netz kommuniziert wurde, dass die Polizei in Mainz „einen guten Job“ macht und man gehen könne. Das kam nicht von irgendwoher, sondern auch aus manchmal polizeikritischer Ecke.

Am gleichen Wochenende fanden in Worms die Feierlichkeiten zum Lutherjubiläum statt, die von verschiedenen Gruppen zum Anlass genommen wurden, ihren Unmut hinsichtlich der derzeit geltenden Corona Regelungen auszudrücken.

In einem Gespräch mit Personen, welche die derzeitige Regelungen zur Bekämpfung der Coronapandemie nicht einhalten und einer verbotenen Veranstaltung bewohnen wollten, erläuterte der Leiter der Polizeiinspektion Worms, Polizeioberrat Thomas Lebkücher sachlich und bibelfest, die Inanspruchnahme von Grundrechten und das Gebot der Nächstenliebe. Ein Video davon teilte sich viral im Netz und löste eine völlig unerwartete, positive Resonanz aus. Kollege Lebkücher wurde von der Netzgemeinde zum Ehrenpolizisten ernannt und für seine Geradlinigkeit und Deutlichkeit gelobt. Zahlreiche Influenzer und Medienprofis teilten dieses Video. Das mediale Echo zeigte sich in zahllosen Beiträgen in Hörfunk, Print und Onlinemedien.

Polizeipräsident Reiner Hamm: „Ich bin sehr froh darüber, solche Mitarbeiter in Führungspositionen zu haben. Nicht nur eloquent und sachlich, sondern auch in einer Form bibelfest, wie ich es nicht erwartet hätte. Gleichwohl weiß ich, dass alle Polizistinnen und Polizisten tagtäglich ähnliche Gespräche führen, Grundrechte erläutern, Grenzen aufzeigen und an die Regeln einer Solidargemeinschaft erinnern. Ich bin stolz auf jede:n einzelne:n und möchte ihnen allen meinen Dank und meine Anerkennung ausdrücken. Dies ist umso gewichtiger, weil es immer alltäglicher wird, dass Polizist:innen bei ihren Amtshandlungen gefilmt und oftmals zu Unrecht kritisiert werden! Die sehr positive Resonanz im Netz nehmen wir gerne an. Sie ist auch Lohn unserer anspruchsvollen Arbeit!“

Polizeioberrat Lebkücher ist noch immer überwältigt: „Was ich in den letzten drei Tagen erlebt habe, ist – gelinde gesagt – einmalig! Unzählige Mails, davon die weiteste aus Südafrika, haben mich erreicht. Die evangelische Kirche hat sich ebenso positiv geäußert, wie der Mainzer Bischof. Auch wenn es mich freut, dass diese, in erster Linie von Glück und Zufall geprägte Aussage meinerseits, für ein so positives Feedback gesorgt hat, ist es in erster Linie das Verdienst meiner vielen Kolleg:innen, die täglich in den unterschiedlichsten Situationen Geduld aufbringen, Verständnis zeigen, versuchen auf Ihr Gegenüber einzugehen und erklären, warum wir so handeln wie wir es tun!“

Polizeipräsident Hamm: „Wir stehen als Polizeipräsidium Mainz für einen Dienst für und mit dem Bürger und für eine starke Kommunikation. Wir danken allen für die Anerkennung und das Vertrauen in unsere Arbeit und werden weiterhin alles dafür tun, dieses Vertrauen zu rechtfertigen!“

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