Knittlingen (ots) – Eine Variante der Betrugsmasche „falscher Polizeibeamter“ hat eine ältere Person aus Knittlingen um mehrere tausend Euro gebracht.

Am Mittwoch hatte sich bei der geschädigten Person zunächst ein Unbekannter telefonisch gemeldet, der behauptete deren Enkel zu sein. Als die geschädigte Person ihn auf seine veränderte Stimme ansprach und vermutete, es könne sich um einen Enkeltrick handeln, gab er an, dass das wohl an einer Halskrause liegen würde. Diese müsse er nun tragen, da er gerade einen Auffahrunfall hatte. Außerdem hätte er sich dabei auch noch seinen Arm gebrochen.

Anschließend rief ein angeblicher Polizeibeamter an, der die geschädigte Person davon überzeugte, dass die Polizei eben ein Telefonat mitgehört habe, bei dem sich jemand als deren Enkel ausgegeben habe. Der falsche Polizeibeamte versprach dies zu überprüfen. Danach meldete er sich erneut, bestätigte den falschen Enkel als richtigen Enkel und konnte in der Folge davon überzeugen, Geld von der Bank abzuheben, um dem Enkel bei der Schadensregulierung des angeblichen Auffahrunfalls zu helfen.

Die geschädigte Person ging daraufhin zur Bank und hob mehrere tausend Euro ab, die sie um 13:30 Uhr vor einer Apotheke in der Stuttgarter Straße einem Geldboten gab. Dieser ging dann zu Fuß in Richtung Ortsmitte davon.

Der Geldbote kann wie folgt beschrieben werden: männlich, kleiner als 170cm, normale Statur, schwarze Trainingshose, schwarzer Pullover, trug weiße FFP2-Maske, führte ein Mobiltelefon mit sich, in welches die geschädigte Person durchgeben sollte, dass sie soeben das Geld übergeben hatte.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen. Zeugen oder Hinweisgeber werden gebeten, sich beim Kriminaldauerdienst unter der Rufnummer 07231 186-4444 zu melden.

Folgende Präventionshinweise finden Sie unter www.polizei-beratung.de:

   - Lassen Sie grundsätzlich keine Unbekannten in Ihre Wohnung. 
   - Fordern Sie von angeblichen Amtspersonen, zum Beispiel 
     Polizisten, den Dienstausweis. 
   - Rufen Sie beim geringsten Zweifel bei der Behörde an, von der 
     die angebliche Amtsperson kommt. Suchen Sie die Telefonnummer 
     der Behörde selbst heraus oder lassen Sie sich diese durch die 
     Telefonauskunft geben. Wichtig: Lassen Sie den Besucher 
     währenddessen vor der abgesperrten Tür warten. 
   - Die Polizei wird Sie niemals um Geldbeträge bitten. 
   - Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen 
     Verhältnissen preis. 
   - Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Legen Sie 
     einfach auf. 
   - Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen. 

Beatrice Suppes, Pressestelle

Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Pforzheim
Telefon: 07231 186-1111
E-Mail: pforzheim.pp.sts.oe@polizei.bwl.de
http://www.polizei-bw.de

Original-Content von: Polizeipräsidium Pforzheim übermittelt durch news aktuell

Quelle: Presseportal