Idar-Oberstein (ots) – Am Donnerstag dem 08.04.2021 ist es in der Region wieder vermehrt zu Anrufen falscher Polizeibeamter, die überwiegend ältere Mitbürger kontaktierten und ein tödliches Unfallgeschehen, unter Beteiligung von Angehörigen schilderten.
Bei den bekanntgewordenen Fällen meldete sich ein angeblicher Polizeibeamter der Polizei in Karlsruhe und teilte den Angerufenen mit, dass ein Familienmitglied, (Enkel, Tochter, Sohn etc.) in einen Verkehrsunfall mit tödlichem Ausgang verwickelt wäre. Den Angerufenen wird mitgeteilt, dass der Enkel, Tochter oder Sohn bei diesem Verkehrsunfall einen Menschen getötet habe und nun seitens der Polizei festgenommen wurde. Für die Freilassung müsse nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft eine Kaution im fünfstelligen Eurobereich gezahlt werden.
Um den Wahrheitsgehalt dieser Aussage zu unterstreichen und Druck auf die Angerufenen auszuüben, übergibt der angebl. Polizeibeamte das Telefon der Tochter, dem Enkel oder Sohn, welche das vermeintliche Unfallgeschehen in theatralischer Form wiedergeben.
Hiernach übernimmt der falsche Polizeibeamte wieder die Gesprächsführung und teilt den Angerufenen mit, dass sich die Staatsanwaltschaft umgehend zwecks Klärung der Zahlungsmodalitäten telefonisch meldet. Die Betroffenen sollten daher keines Falls mit anderen Personen Kontakt aufnehmen. Die mögliche Kaution würde innerhalb von 24 Stunden durch die Staatsanwaltschaft wieder an den Einzahler zurückgezahlt.

Es handelt sich hierbei erneut um eine perfide Masche um an Ersparnisse von älteren Menschen zu kommen.

Die Polizei rät bei derartigen Anrufen umgehend Kontakt mit der örtlichen Polizei aufzunehmen. Natürlich kann ein Unfallgeschehen nie ausgeschlossen werden, jedoch wird weder seitens der Polizei noch der Staatsanwaltschaft, in einem solchen Zusammenhang, eine Kaution für eine Freilassung erhoben.

Die Kriminalpolizei Idar-Oberstein mahnt deswegen zur Vorsicht:

Seien Sie misstrauisch bei derartigen Anrufen. Beenden sie im Zweifelsfall das Gespräch schnellstmöglich, ohne persönliche Daten bzw. Informationen über vorhandene Wertgegenstände oder Bargeld preiszugeben.
Gehen Sie nicht auf Forderungen zur Überweisung oder Übergabe von Geldbeträgen ein. Im Telefondisplay angezeigte Nummern können technisch manipuliert werden und sind kein Beleg für den tatsächlichen Anruf eines Polizeibeamten.
Lassen Sie sich gegebenenfalls eine Rückrufnummer geben, die Sie über ihre zuständige Polizeidienststelle überprüfen lassen können. Rufen Sie im Zweifelsfall Ihre zuständige Polizeidienststelle an. In Notfällen wählen Sie die 110.

Rückfragen bitte an:

Kriminalinspektion Idar-Oberstein
Hauptstraße 236
55743 Idar-Oberstein
Tel.: 06781-561-0
Fax: 06781-561-2709
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Quelle: Presseportal