Oldenburg (ots) –

Vielfalt in der Arbeitswelt – Niedersächsische Polizeibehörden beteiligen sich am 10. Deutschen Diversity Tag

Diversität anerkennen, wertschätzen und voranbringen – das sind die Ziele der Charta der Vielfalt, die im Jahr 2006 von vier Unternehmen ins Leben gerufen worden ist. Bis heute haben mehr als 4.500 Firmen und Institutionen mit 14,6 Millionen Mitarbeitenden die Charta unterzeichnet und sich damit verpflichtet, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das frei ist von Vorurteilen, und alle Mitarbeitenden wertschätzt – unabhängig von Alter, Herkunft oder geschlechtlicher Identität. Zu den Unterzeichnenden gehören auch die Polizeiakademie Niedersachsen sowie die Polizeidirektionen Braunschweig, Göttingen, Hannover und Oldenburg, die sich auch am diesjährigen Deutschen Diversity Tag beteiligen. Der Aktionstag findet zum zehnten Mal statt.

Dazu sagt Michael Pientka, Präsident der Polizeidirektion Braunschweig: „Seit Jahren befindet sich die Polizei in Veränderung, insbesondere im Bereich des Personals. Noch nie waren wir so vielfältig wie heute. Davon profitieren wir, die Polizei und auch die Bürgerinnen und Bürger. Bereits im Juni 2013 haben wir als Polizeidirektion Braunschweig die ‚Charta der Vielfalt‘ unterzeichnet. Warum? Weil uns das Bekenntnis zu diesen Werten wichtig ist. Die Umsetzung der Charta in unserer Organisation hat zum Ziel, ein wertschätzendes Arbeitsumfeld für alle Mitarbeitenden zu schaffen – unabhängig von Alter, ethnischer Herkunft und Nationalität, Geschlecht und geschlechtlicher Identität, körperlichen und geistigen Fähigkeiten, Religion und Weltanschauung, sexueller Orientierung und sozialer Herkunft. Wir sind überzeugt: Gelebte Vielfalt und Wertschätzung dieser Vielfalt haben eine positive Auswirkung auf unsere Organisation und auf die Gesellschaft in Deutschland.“

Der diesjährige Deutsche Diversity Tag steht unter dem Motto „Let’s celebrate Diversity“ und soll den Vielfaltsgedanken mit kreativen Aktionen in die Arbeitswelt tragen. Die vier Polizeibehörden und die Polizeiakademie Niedersachsen sind unter anderem mit einem gemeinsamen Video in den Sozialen Medien vertreten, in dem sie deutlich machen, dass auch die niedersächsische Polizei für Vielfalt und Toleranz einsteht. Darüber hinaus beantworten Britta Jordan, Gleichstellungsbeauftragte für den Bereich Polizei im Niedersächsischen Innenministerium, sowie Leon Dietrich, Landeskoordinator der Ansprechpersonen für LSBTI-Themen, in einem weiteren Social-Media-Video zentrale Fragen rund um das Thema Vielfalt und Diversität.

Diversität hat in den vergangenen Jahren in der Arbeitswelt zunehmend an Bedeutung gewonnen, Diversity Management in Firmen und Behörden ist zu einem nicht unerheblichen Argument geworden, wenn es darum geht, sich für einen Arbeitgeber zu entscheiden: Eine tolerante und integrative Personalpolitik, die die Bedürfnisse und Lebensmodelle ihrer Mitarbeitenden im Blick hat und angemessen darauf eingeht, ist für junge Arbeitnehmerinnen und -nehmer oftmals wichtiger, als das Gehalt.

Diversität bringt Unternehmen und Institutionen darüber hinaus aber eine ganze Reihe weiterer Vorteile, die etwa die Wettbewerbsfähigkeit stärken oder helfen, künftigen Herausforderungen erfolgreich zu begegnen: Vielfalt hat einen positiven Einfluss auf Arbeitszufriedenheit, Arbeitsmoral und Produktivität, sie steigert das Zugehörigkeitsgefühl zum Unternehmen oder zur Institution und trägt dazu bei, innovative Lösungen zu entwickeln. Gemischte Belegschaften sind offener, kreativer und eher bereit, über den eigenen Tellerrand hinauszublicken.

Um diese Vorteile zu nutzen, sich weiterzuentwickeln und mit den rasanten Veränderungen innerhalb der Gesellschaft Schritt halten zu können sowie auch in Zukunft ein attraktiver Arbeitgeber zu sein, setzt die Polizei Niedersachsen bereits seit vielen Jahren auf Vielfalt, Chancengleichheit und Gleichstellung – nicht nur im Polizeivollzug, sondern auch im Bereich Tarif und Verwaltung. Menschen unterschiedlicher Herkunft, mit unterschiedlichen Lebensmodellen und unterschiedlichen Ausbildungshintergründen arbeiten hier eng und erfolgreich zusammen.

„Wir sind dabei, die Werte der Diversität und die Vielfalt noch stärker in die polizeiliche Arbeitswelt zu bringen. Das dient dem Grundverständnis des ‚Mensch seins‘ innerhalb unseres demokratischen Zusammenlebens. Auch auf das Ansehen unserer Polizei wirkt so etwas positiv. Zudem kann so ein wertschätzendes Arbeitsumfeld geschaffen werden, in welchem vielfältige Potenziale optimal genutzt werden können. Denn Diversität bedeutet immer auch, Gemeinsamkeiten zu entdecken“, so der Direktor der Polizeiakademie Niedersachsen, Carsten Rose.

„Wir laufen dann zu Höchstform auf, wenn wir das Gefühl haben, dass man uns und unseren Fähigkeiten vertraut – das ist Ausdruck von Anerkennung und Wertschätzung, die das Beste aus uns herausholt und für eine positive Arbeitsatmosphäre sorgt. Das wollen wir in der Polizeidirektion Göttingen nachhaltig fördern“, sagt Gwendolin von der Osten, Präsidentin der Polizeidirektion Göttingen. Diversität sei aber nicht nur innerhalb der Polizei von großer Bedeutung, gelebte Vielfalt in der Organisation wirke auch nach außen: „Die Gesellschaft ist vielfältig und bunt, und gerade wir als Polizei müssen uns intern daran ausrichten, weil wir das Vertrauen aller Menschen brauchen.“

Volker Kluwe, Präsident der Polizeidirektion Hannover, ergänzt: „Vielfalt bedeutet für mich, jeden Menschen so anzunehmen, wie er ist. Diversität ist auch in der Polizeidirektion Hannover ein wichtiges Thema, denn wir verstehen Vielfalt als echte Bereicherung und Chance.“

Auf die Bedeutung des Aktionstags geht Johann Kühme, Präsident der Polizeidirektion Oldenburg, ein: „Ich freue mich, dass der Tag der Vielfalt auch in diesem Jahr diese große Aufmerksamkeit erhält. Mir ist es eine Herzensangelegenheit, dass wir alle in einem Umfeld arbeiten, in dem Wertschätzung und Respekt großgeschrieben werden, und zwar unabhängig vom Alter, der Herkunft, der geschlechtlichen Identität oder aber der Weltanschauung. Wir sollten unsere Vielfalt immer als Chance sehen, unseren Blickwinkel zu ändern und voneinander zu lernen“, so Johann Kühme abschließend.

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