Grevenbroich (ots) – Am Donnerstag (06.05.) kam es zu einem Betrugsversuch durch falsche Polizeibeamte. Es hätte auch fast funktioniert, hätte der kontaktierte Senior nicht im Laufe des immer fortwährenden Gesprächs Zweifel bekommen.

Den Anruf des angeblichen Polizeibeamten erhielt der 85-Jährige etwa um 9:30 Uhr. Es folgte die übliche Geschichte von der Einbrecherbande, die bereits in der Nachbarschaft aktiv gewesen sei und die man mittlerweile festgenommen habe. Man habe Hinweise gefunden, so der „Kripobeamte“, dass Bankangestellte verwickelt seien und der Senior ins Visier der Einbrecher geraten sei. Nun müsse er der Polizei helfen und Geld von seinem Konto abheben, weil man überprüfen wolle, ob Falschgeld darunter sei.

Der 85-Jährige hinterfragte kritisch, ließ sich aber zunächst darauf ein. Als er eine hohe Summe von seinem Konto abgehoben hatte, kamen ihm doch erhebliche Zweifel. Es gelang ihm, unbemerkt Nachbarn zu informieren, die umgehend den Notruf wählten.

Als die – diesmal echten – Polizeibeamten der Wache Grevenbroich zur Adresse des Seniors kamen, konnten sie dort just einen jungen Mann antreffen, der gerade das Geld des Seniors abholen wollte. Der Tatverdächtige setzte zur Flucht an, als er sie sah, doch es half ihm nichts: Zwei Polizisten setzten ihm zu Fuß nach und konnten ihn schließlich stellen. Sie nahmen den 19-Jährigen kurzerhand vorläufig fest.
Zudem wurde er von Beamten im Streifenwagen sicher zu seiner Bank chauffiert, um dort das Geld wieder einzuzahlen.

Dass der Senior zu Recht misstrauisch geworden war, bewahrte ihn vor einem großen finanziellen Schaden.

Das Kriminalkommissariat hat die weiteren Ermittlungen aufgenommen.

Der 19-jährige Festgenommene wurde am Freitag (07.05.) einem Richter vorgeführt, der Haftbefehl erließ, diesen aber unter Auflagen zunächst außer Vollzug setzte.

Betrugsversuche dieser Art gibt es immer wieder. Ein gesundes Misstrauen erschwert es den Kriminellen, wie dieser Fall zeigt. Es ist zudem hilfreich, die Maschen der Betrüger zu kennen. Infos hierzu finden Sie auch im Internet: https://rhein-kreis-neuss.polizei.nrw/artikel/vorsicht-vor-betruegern

Rückfragen von Pressevertretern bitte an:

Der Landrat des
Rhein-Kreises Neuss als
Kreispolizeibehörde
-Pressestelle-
Jülicher Landstraße 178
41464 Neuss
Telefon: 02131/300-14000
02131/300-14011
02131/300-14013
02131/300-14014
Telefax: 02131/300-14009
Mail:    pressestelle.neuss@polizei.nrw.de
Web: https://rhein-kreis-neuss.polizei.nrw

Original-Content von: Kreispolizeibehörde Rhein-Kreis Neuss übermittelt durch news aktuell

Quelle: Presseportal