Iserlohn (ots) – Bei einer Auseinandersetzung im Linienbus hat eine Jugendliche am Samstagabend den Busfahrer gebissen. Drei 17- bzw. 18-jährigen Frauen stiegen kurz am ZOB in Hemer in den Linienbus und waren offenbar in Feierlaune. Sie verhielten sich so laut, dass der Busfahrer zur Ruhe mahnte. Darauf schrien die Frauen den Fahrer an und beleidigten ihn. Am Stadtbahnhof in Iserlohn stiegen die Frauen aus. Als eine der Frauen dem Fahrer von außen auf die Scheibe spuckte, ging der Fahrer hinterher und hielt die 18-Jährige am Arm fest, um die Personalien feststellen zu lassen. Darauf eilte ihr eine der 17-Jährigen zu Hilfe, biss den Fahrer in den Arm und verpasste ihm einen Schlag an den Hals. Der Busfahrer holte die Polizei. Die fand zwei der Tatverdächtigen in der Umgebung. Die Polizeibeamten schrieben Anzeigen wegen Beleidigung und einfacher Körperverletzung gegen die 17-jährigen Iserlohnerinnen und die 18-jährige Neuenraderin. (cris)

Ein 82-jähriger Iserlohner wäre am Freitag beinahe auf einen Enkeltrick hereingefallen. Am frühen Nachmittag hatte sich der Unbekannte am Telefon gemeldet und erweckte den Anschein, er sei ein Bekannter. Natürlich kam das Gespräch sofort aufs Thema Geld: Der Anrufer erklärte, er brauche dringend Geld, weil er den Zuschlag bei einer Zwangsversteigerung erhalten habe. Doch die Bank könne nicht so schnell auszahlen. Der Senior ließ sich zu einer Geldübergabe und zum Stillschweigen überreden. Insgesamt gab es vier Telefonate, eines angeblich mit der Sparkasse. Angeblich wollte der gute Bekannte einen Notar schicken. Also machte sich der Senior mit dem Geld auf den Weg zum vereinbarten Treffpunkt. Doch an der Tür kam ihm der eigene Sohn entgegen. Gemeinsam riefen sie zunächst den echten guten Bekannten an, der natürlich von nichts wusste, und dann die Polizei.

Die Polizei warnt immer wieder vor dieser Betrugsmasche. Die Täter scheuen nicht davor zurück, umfangreiche, detaillierte Lügengeschichten zu spinnen. Oft eröffnen die Täter das Gespräch mit der Frage „Rat mal, wer hier ist?“ Je nachdem, welchen Namen die Opfer dann nennen, schlüpfen die Betrüger blitzschnell in die jeweilige Rolle. Immer kommt das Gespräch auf eine eilige Geldforderung. Mal ist es eine angeblich einmalige Gelegenheit, günstig eine Wohnung zu kaufen. Oder es geht noch dramatischer zu, wenn der Anrufer angeblich in Lebensgefahr ist oder sich von irgendwelchen Straftaten „freikaufen“ muss.

Wer sich einmal auf ein solches Gespräch einlässt, der wird die Täter so schnell nicht mehr los. Über Stunden und Tage werden die Opfer bearbeitet, verwirrt, bedroht und unter Druck gesetzt. Deshalb rät die Polizei, erst gar nicht auf das Fragespiel einzugehen. Wer etwas will, der soll sich mit seinem Namen melden. Rufen Sie die angeblichen Enkel unter der ihnen bereits bekannten Rufnummer zurück. Holen Sie sich Rat bei echten Freunden oder der echten Polizei.

Betrüger suchen oft in den üblichen Telefonverzeichnissen nach älter klingenden Vornamen. Wer seinen Vornamen im Telefonbuch abkürzt und seine Adresse weglässt, der verringert die Gefahr solcher betrügerischen Anrufe. Bekannte oder Verwandte kennen die Nummer ohnehin. (cris)

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