Märkischer Kreis (ots) – Am zurückliegenden Wochenende hatten Verkehrsteilnehmer gleich drei Mal offenbar keine Lust kontrolliert zu werden. In Iserlohn, Plettenberg und Kierspe kam es zu Verfolgungsfahrten. Insbesondere ein Motorradfahrer freute sich dabei jedoch zu früh…

Am späten Freitagabend kommt einer Streife in der Iserlohner Läger ein Twingo ohne Licht entgegen. Als die Polizisten wenden, gibt der Fahrer Gas. Unter Missachtung sämtlicher Anhaltezeichen braust er Richtung Kesbern. In Höhe Löhenweg hält er unvermittelt an. Die Türen fliegen auf und zwei Insassen fliehen in den Wald. Die Beamten sind schneller wie der Fahrer und kriegen ihn zu packen. Dabei schlägt und tritt er um sich. Möglicher Fluchtgrund: Der 21-jährige Iserlohner steht offenbar unter Alkohol- und Drogeneinfluss und muss deshalb zur Blutprobe. Trotz Einsatz eines Diensthundes bleibt der Beifahrer am Abend verschwunden. Die Durchsuchung des Autos führt eine geringe Menge Betäubungsmittel und ein machetenartiges Großmesser zu Tage. Entsprechende Anzeigen werden vorgelegt.

Ein ähnliches Bild bietet sich am späten Samstagabend in Plettenberg. Dort fällt Polizisten ein Passat auf, der offenbar zu schnell über die Oestertalstraße fährt. Auch dieser Fahrer missachtet Anhaltezeichen, Blaulicht und Co. Die Fahrt geht über mehrere Straßen und endet schlagartig in der Sackgasse der Adolf-Sternberg-Straße. Als der 35-Jährige wendet, kann die Polizei-Streife ihn blockieren. Der Fahrer und seine Beifahrerin weigern sich auszusteigen. Die Polizisten entglasen darauf die Seitenscheibe und ziehen den Fahrer raus. Dabei leistet er Widerstand. Der Altenaer und ein Polizeibeamter verletzen sich dabei leicht. Bei ihm und seiner Beifahrerin finden die Polizisten eine geringe Menge Betäubungsmittel. Der Fahrer ist nicht in Besitz einer Fahrerlaubnis und steht offenbar unter Drogeneinfluss. Auch er muss zur Blutprobe und wird angezeigt.

Im dritten Fall ging die Flucht für den Fahrer – zunächst – glücklicher aus. Einer Polizei-Streife kommt am Sonntagabend, 23.35 Uhr, auf der Friedrich-Ebert-Straße ein Motorrad entgegen. Viel zu schnell. Die Beamten schalten sofort das Blaulicht ein und wenden. Darauf wird der Unbekannte noch mal deutlich schneller. Einige Straßen später schlängelt sich die Suzuki durch die Einfahrt einer Firma an einer Stahlkette vorbei. Die Streife kann nicht folgen und muss mit ansehen, wie der Fahrer mit der erhobenen Faust in ihre Richtung gestikuliert.

Nur kurze Zeit später meldet sich ein Anwohner der Schubertstraße über Notruf. Er habe das Martinshorn der Polizei gehört. Kurz darauf sei ein Motorrad vorgefahren und der Fahrer auf einem Garagenhof verschwunden. Die Polizisten schauen nach und finden einen 32-jährigen Meinerzhagener in Motorradkluft. Bei der Befragung verwickelt er sich in Widersprüche. Er ist nicht in Besitz einer Fahrerlaubnis. Sein Motorrad ist er nun los und dafür um eine Strafanzeige reicher. (dill)

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