Minden, Porta Westfalica (ots) – Insgesamt rund 800 überprüfte Fahrzeuge, 77 Verwarngelder, 17 Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen, drei sichergestellte Fahrzeuge und mehrere Strafanzeigen für einen flüchtenden Autofahrer (21) – das ist die Bilanz eines mehrstündigen Einsatzes der Polizei Minden-Lübbecke gegen die hiesige Raser- und Tuningszene am vergangenen Freitag. Während der Überprüfungen in Minden und Porta Westfalica durch die Beamten des Verkehrsdienstes und der Wache Minden tat sich ein Opel-Fahrer besonders hervor.

Als die Einsatzkräfte den 21-Jährigen in Nähe des Kreuzungsbereichs Portastraße / Wittekindallee in den Abendstunden anhielten, forderte man ihn wegen des Verdachts eines Betäubungsmittelkonsums auf, zu einer weiteren Überprüfung auf den angrenzenden Parkplatz des Straßenverkehrsamts zu fahren. Dies nutzte der Fahrer um plötzlich Gas zu geben und versuchte, sich der Situation mit hoher Geschwindigkeit zu entziehen. Dabei missachtete der Fahrer nicht nur die Anhaltesignale des ihm mit Blaulicht und Martinshorn folgenden Streifenwagens, sondern auch das Rotlicht mehrerer Ampelanlagen. So kam es im Kreuzungsbereich Kaiserstraße / Hausberger Straße beinahe zum Zusammenstoß mit einem querenden PKW eines bisher unbekannten Fahrzeugführers. Ähnliches geschah, als dem Opel an der Einmündung zur Kurfürstenstraße ein hinzugezogener Streifenwagen entgegenfuhr. Nur durch ein Ausweichmanöver der Polizisten, konnte eine Kollision vermieden werden. Daraufhin gelang es den Streifenwagenbesatzungen das nun langsamer werdende Auto anzuhalten, bevor man den Bad Oeynhausener auf die Wache Minden brachte. Dort entnahm man ihm eine Blutprobe. Führerschein und Wagen wurden sichergestellt. Nun erwartet den 21-Jährigen ein umfangreiches Strafverfahren. Der unbekannte Fahrer des beinahe in Mitleidenschaft gezogenen Wagens, wird gebeten, sich als Zeuge unter Telefon (0571) 88660 zu melden.

Zudem stellte man zwei weitere Fahrzeugführer (40, 21) fest, die unter mutmaßlichem Drogenkonsum hinter dem Steuer gesessen hatten. Auch ihnen entnahm man eine Blutprobe. Ebenfalls wenig vorbildlich zeigte sich ein Autofahrer bei einer Radarmessung auf der Portastraße. So wurde dieser bei erlaubter Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h mit Tempo 79 als schnellster geblitzt. Zusätzlich rückte der Fahrer (32) eines leeren Busses in den polizeilichen Fokus. Bei dem Mann hatten die Beamten auf der Ringstraße in Fahrtrichtung Birne zwei Rotlichtverstöße beobachtet. Dazu zeigte sich der 32-Jährige überrascht und sagte, er habe das Rotlicht nicht wahrgenommen. Auch er erhält eine Anzeige.

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