Mettmann (ots) –

Am Dienstag, den 08. Februar 2022, haben bislang unbekannte Trickbetrüger eine 82-jährige Seniorin aus Hilden um eine hohe Summe Bargeld gebracht.

Das war passiert:

Kurz nach 13 Uhr mittags erhielt die Rentnerin den Anruf eines angeblichen Staatsanwaltes aus Düsseldorf. Dieser gab ihr zu verstehen, dass ihre Tochter einen schweren Verkehrsunfall verursacht habe, bei dem ein kleines Mädchen zu Tode gekommen sei. Daraufhin sei die Tochter durch die Polizei festgenommen worden.

Durch die Zahlung einer Kaution im mittleren fünfstelligen Bereich könne sie ihre Tochter jedoch wieder frei bekommen.

Durch geschickte Gesprächsführung gelang es dem Anrufer die Hildenerin derart unter Druck zu setzen, dass diese ihre Ersparnisse von der Bank holte und einem Mann auf der Straße vor ihrer Wohnung übergab.

Bei Anzeigenaufnahme konnte sie folgende Beschreibung des Mannes abgeben, welcher das Geld in Empfang genommen hatte:

   -	30-40 Jahre alt
   -	schlanke Statur
   -	165-170cm
   -	Dunkle Kleidung
   -	Winterjacke
   -	FFP2 Maske
   -	Mütze, evtl Basecap

Die Polizei fragt:

Wer hat am Dienstag, gegen 14:30 Uhr, verdächtige Beobachtungen im Bereich Hilden Ost gemacht oder kennt jemanden, auf den die Beschreibung des Abholers passt?

Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei in Hilden jederzeit unter der Rufnummer 02103 898 6410 entgegen.

Diesen Vorfall nimmt die Polizei noch einmal zum Anlass, um eindringlich vor der Masche der Trickbetrüger zu warnen, die sich am Telefon als vermeintliche Angehörige meist hochbetagter Bürgerinnen und Bürger ausgeben.

Beim so genannten „Enkeltrick“ benutzen die kriminellen Anrufer variierende Legenden und Maschen für ihre Betrugshandlungen. Mal melden sie sich am Telefon als vermeintliche Familienangehörige, Freunde oder Bekannte der Angerufenen und täuschen analog zum sogenannten „Enkeltrick“ eine akute, meist finanzielle Notlage vor, aus denen die Angerufenen durch Übergabe von Bargeld oder Wertgegenständen möglichst schnell heraushelfen sollen.

In allen Fällen haben es die betrügerischen Anrufer gezielt auf die Finanzen und Wertgegenstände der Angerufenen abgesehen. Sobald sich Angerufene zur Hilfe für den „notleidenden Angehörigen“ bereit erklären, wird ein Bote angekündigt, der sich nur wenig später persönlich meldet, dabei oft mit einem am Telefon zuvor vereinbarten Kennwort ausweist und das Geld oder andere Werte der betrogenen Opfer abholt.

Zur Prävention gibt die Kreispolizeibehörde Mettmann kreisweit erneut folgende Hinweise und Tipps zum Schutz vor Betrügern:

   - Seien Sie am Telefon aufmerksam und lassen Sie sich nicht unter 
     Druck setzen!
   - Geben Sie Betrügern keine Chance, legen Sie einfach den Hörer 
     auf. Nur so werden Sie Betrüger los. Das ist keinesfalls 
     unhöflich!
   - Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als 
     Verwandte, Bekannte oder Amtsträger ausgeben, die Sie nicht 
     zweifelsfrei als solche erkennen.
   - Legen Sie sofort auf, wenn Sie der Anrufer nach persönlichen 
     Daten und Ihren finanziellen Verhältnissen fragt, z.B. ob Sie 
     Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände im Haus haben.
   - Halten Sie nach finanziellen Forderungen unbedingt Rücksprache 
     mit anderen Familienmitgliedern. Rufen Sie Ihre(n) Verwandte(n),
     Bekannte(n) oder angeblich beteiligte Ämter und Dienststellen 
     unter der Telefonnummer zurück, die Sie auch bei 
     eigenveranlassten Gesprächen üblicher Weise wählen und 
     besprechen Sie die Angelegenheit noch einmal.

Rückfragen von Medienvertretern/Journalisten bitte an:

Kreispolizeibehörde Mettmann
– Polizeipressestelle –
Adalbert-Bach-Platz 1
40822 Mettmann

Telefon: 02104 / 982-1010
Telefax: 02104 / 982-1028

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Quelle: Presseportal