Schwetzingen/Rhein-Neckar-Kreis (ots) – Ein 77-jähriger Mann in Schwetzingen wurde am Dienstagnachmittag Opfer von trickreichen Betrügern. Der Senior erhielt gegen Mittag den Anruf eines angeblichen guten Bekannten, der vorgab einen schweren Unfall verursacht zu haben und nun für die Schadensregulierung dringend einen 5-stelligen Bargeldbetrag zu benötigen. Das Geld hole ein Bote der Werkstatt direkt bei ihm ab. Das Opfer begab sich daraufhin zur Bank und hob den geforderten Betrag ab. Zuhause angekommen erhielt er einen weiteren Anruf, bei dem der Geschädigte angewiesen wurde, das Geld bei einer nahegelegenen Apotheke dem Boten zu übergeben, was dieser auch tat. Rund 45 Minuten erfolgte ein weiterer Anruf mit der Bestätigung, das Geld sei nun angekommen.

Der Abholer konnte vom Opfer wie folgt beschrieben werden:

   - Männlich
   - Osteuropäische Erscheinung
   - Ca. 170 cm groß
   - Etwas rundliche Figur
   - Schwarze Haare
   - Trug einen dunklen Mantel und eine OP-Maske 

Erst als gegen 17 Uhr zufällig der wahre Bekannte bei dem 77-Jährigen anrief, kam ans Licht, dass dieser einer perfiden Betrugsmaschen aufgesessen war.

Zeugen, denen der beschriebene Mann aufgefallen ist und die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich beim Kriminaldauerdienst der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg, Tel.: 0621/174-4444 zu melden.

Im Mannheimer Stadtteil Vogelstang hatte ein angeblicher Bankmitarbeiter einen 67-jährigern Mann telefonisch kontaktiert und gab vor, dass von dessen Bankkonto ein Unberechtigter versuchte, Geld abzubuchen. Um diese Buchung zu stornieren, benötige er die Zugangsdaten für dessen Homebanking-Zugang. Anschließend solle er sich für mindesten 48 Stunden nicht in seinen Bank-Account einloggen. Nach dieser Frist bemerkte er eine unberechtigte Überweisung in Höhe von mehreren Tausend Euro.

Am Mittwochnachmittag erhielten in Mannheim, Heidelberg und im Rhein-Neckar-Kreis zahlreiche Senioren im Alter von 64 bis 96 Jahren ähnliche Anrufe falscher Polizeibeamter oder angeblicher Enkel. Da die Angerufenen jedoch durch zurückliegende Medienberichterstattung hinsichtlich der Betrugsmasche sensibilisiert waren, kam es in diesen Fällen zu keinem finanziellen Schaden.

Daher weist die Polizei nochmals eindringlich auf nachfolgende Tipps hin:

   - Die Polizei ruft nicht unter der Polizeinotrufnummer 110 an!
   - Am Telefon nicht unter Druck setzen lassen! Ggf. einfach 
     auflegen!
   - Nicht am Telefon über persönliche und finanzielle Verhältnisse 
     sprechen!
   - Misstrauen ist angebracht bei Forderungen nach schnellen 
     Entscheidungen, Kontaktaufnahme mit Fremden sowie Herausgabe von
     persönlichen Daten, Bargeld, Schmuck oder Wertgegenständen.
   - Wenn Sie einen Anruf eines vermeintlichen Polizisten erhalten 
     und auf Nummer sicher gehen wollen: Namen notieren und selbst 
     die Nummer des nächsten Reviers heraussuchen, wählen und 
     nachfragen! Nicht verbinden lassen, nicht die Rückruftaste oder 
     eine angebliche Nummer der Polizei wählen, die bei einem solchen
     Gespräch durchgegeben wurden! 

Weitere Infos und Tipps zur Masche „falsche Polizeibeamte“ finden Sie hier:

https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/betrug-durch-falsche-polizisten/

Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Mannheim
Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit
Michael Klump
Telefon: 0621 174-1111
E-Mail: mannheim.pp.sts.oe@polizei.bwl.de
http://www.polizei-bw.de/

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Quelle: Presseportal