Mannheim (ots) –

Von Freitagnachmittag bis Sonntagvormittag fand in der Maimarkthalle eine Techno-Veranstaltung mit mehr als Zehntausend Besuchern statt.

Um die Sicherheit rund um die Veranstaltung zu gewährleisten, waren über 100 Polizeibeamte und -beamtinnen im Einsatz. Die Polizeisonderwache auf dem Gelände war wie in den Jahren zuvor, auch wieder über den gesamten Veranstaltungszeitraum eingerichtet. Verdächtige Personen auf dem Veranstaltungsgelände sowie im näheren Umfeld um die Maimarkthalle wurden kontrolliert, wobei der Schwerpunkt in diesem Jahr auf stationären Kontrollen lag.

Insgesamt wurden 182 Fahrzeuge und 685 Personen überprüft.

Gegen 330 Personen wurden strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet, gegen 315 von ihnen wegen des Verdachts gegen das Betäubungsmittelgesetz verstoßen zu haben.

Darüber hinaus wurden drei Taschendiebstähle, drei gefährliche Körperverletzungen und zwei Raubdelikte festgestellt. Zwei vorläufig festgenommene Personen werden zudem wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte angezeigt. Dabei wurden zwei Beamte leicht verletzt.

Ein 38-jähriger Tunesier wurde am Freitagabend in unmittelbarer Nähe des Hauptbahnhofs vorläufig festgenommen. Er war im Besitz mehrerer verschiedener Drogen, darunter über 100 Ecstasy-Tabletten, die der Mann, so die weiteren Ermittlungen, auf der Veranstaltung verkaufen wollte. Darüber hinaus zeigte er einen total gefälschten französischen Pass vor und wurde, so die weiteren Überprüfungen von einer ostdeutschen Strafverfolgungsbehörde per Haftbefehl gesucht und zur Festnahme ausgeschrieben. Im Laufe des Samstages wurde der 38-Jährige dem Ermittlungsrichter vorgeführt.

Im Vergleich zum vergangenen Jahr wurden dieses Mal mehr Betäubungsmittel sichergestellt. Über 250 Gramm verschiedenster Drogen, von Cannabisprodukten (Schwerpunkt), über Heroin, Kokain und LSD-Trips bis hin zu Amphetamin und psychogenen Pilzen wurden beschlagnahmt. Hinzu kommen auch noch über 500 Ecstasy-Tabletten. Mehrere Hundert Euro Dealgeld kassierten die Beamtinnen und Beamten zudem ein. Acht Personen durften nach Zahlung einer Sicherheitsleistung ihren Nachhauseweg antreten.

Über die Rettungseinsätze liegen noch keine vollständigen Informationen vor. Nach derzeitigen Erkenntnissen mussten während der Veranstaltungstage weit mehr als 20 Personen mit Kreislaufproblemen in verschiedene Kliniken eingeliefert werden.

Wie das Ergebnis verdeutlicht, sind auch in Zukunft Kontrollen im Zusammenhang mit Techno-Veranstaltungen absolut notwendig. Das Polizeipräsidium Mannheim wird hierbei nicht nur Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz präferieren, sondern auch weiter das Fahren unter Alkohol- oder Drogenbeeinflussung, sowohl auf der Anfahrt, als auch auf der Abfahrt von und zu den Veranstaltungen in den Fokus nehmen.

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Quelle: Presseportal