Ludwigsburg (ots) – Das Verhalten eines polizeibekannten 28-Jährigen am Donnerstag in einem Linienbus der Linie 502 zwischen Hochdorf und Schwieberdingen hat strafrechtliche Konsequenzen. Der Tatverdächtige selbst meldete sich gegen 22:40 Uhr über Notruf bei der Polizei und teilte mit, dass der 32-jährige Busfahrer ihn in Schwieberdingen in der Stuttgarter Straße nicht aussteigen lassen wolle. Bei einem zweiten Anruf behauptete er dann, dass er jetzt aus dem Bus raus sei, der Busfahrer ihn aber mit dem Bus überfahren möchte.

Bei Eintreffen der Einsatzkräfte in Schwieberdingen flüchtete der 28-Jährige die Stettiner Straße entlang und verschwand in einem Wohngebiet. Eine sofortige Fahndung verlief erfolglos.

Die Beamten verifizierten den mutmaßlich tatsächlichen Sachverhalt durch die Aussagen des Busfahrers und vor Ort befindlichen Zeugen. Demnach sei der 28-Jährige am Rathaus in Hochdorf in den Linienbus der Buslinie 502 eingestiegen, hätte keine geeignete Mund-Nasen-Bedeckung getragen und konnte offensichtlich keinen Fahrschein vorweisen. Er wollte wohl auch keinen Fahrschein kaufen und nach einigen Minuten Diskussion entschied der Busfahrer nicht noch mehr Zeit zu verlieren und fuhr los.

Als der Bus Schwieberdingen erreichte, sei der Mann dann zum Busfahrer vor und hätte aggressiv an der Plexiglasscheibe gerüttelt. In der Folge hielt der 32-Jährige den Bus an, woraufhin der 28-Jährige aufs Armaturenbrett gestiegen wäre und auf den Busfahrer eingetreten habe. Der Tatverdächtige verließ dann den Bus, als der 32-Jährige die Türen öffnete und stellte sich vor den Bus auf die Fahrbahn.

Die ermittelnden Beamten konnten den polizeibekannten Tatverdächtigen über ein Bild identifizieren, dass ein Zeuge während des Vorfalls gemacht hatte. Er muss sich nun wegen gefährlicher Körperverletzung, Nötigung im Straßenverkehr und Erschleichen von Leistungen verantworten.

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Quelle: Presseportal