Kassel (ots) – Baunatal (Landkreis Kassel):

Unbekannte haben mit einem sogenannten Schockanruf am gestrigen Dienstag eine Baunataler Seniorin um ihr Erspartes gebracht. Einer der Täter hatte die hochbetagte Frau angerufen und sich als Rechtsanwalt ausgegeben. Er schilderte, dass der Sohn der Seniorin einen schweren Verkehrsunfall verursacht habe und zur Abwendung einer Gefängnisstrafe Geld bezahlt werden müsse.
Die unter Schock stehende Frau holte daraufhin einen niedrigen fünfstelligen Geldbetrag bei ihrer Bank ab und übergab das Geld auf einem Parkplatz in Altenbauna an einen Abholer. Die Beamten der EG SÄM der Kasseler Kripo, die für Straftaten zum Nachteil älterer Menschen zuständig sind, erhoffen sich nun durch die Veröffentlichung des Falls, Hinweise auf die Täter aus der Bevölkerung zu erhalten.

Der Anruf des vermeintlichen Anwalts war am gestrigen Dienstagmittag auf dem Festnetzanschluss der Seniorin eingegangen. Glaubhaft berichtete der Mann am anderen Ende der Leitung, dass ihr Sohn mit dem Auto ein Kind angefahren habe und dieses lebensgefährlich verletzt sei. Um eine Inhaftierung des Sohnes wegen des schweren Unfalls zu verhindern, sei die Zahlung einer fünfstelligen Kautionssumme an die Gerichtskasse erforderlich. Die schockierte Frau ließ sich schließlich mit einem Taxi, dass die Täter für sie bestellt hatten, zu ihrer Bank fahren, wo sie den geforderten Betrag abhob.
Nachdem sie wieder nach Hause gekommen war, dirigierten die Betrüger am Telefon die Seniorin zu dem Parkplatz vor einem Wohnblock in der Straße „An der Bauna“, Ecke „Am Erlenbach“, wo sie gegen 13:40 Uhr an der Parkdeckausfahrt einen DIN A5 Umschlag mit dem Geld an einen Mann übergab. Dieser ging anschließend in Richtung Heinrich-Nordhoff-Straße davon. Am Abend musste die hochbetagte Frau schließlich feststellen, dass es sich um einen Betrug gehandelt hatte.
Von dem Geldabholer liegt folgende Beschreibung vor:

   - 55 bis 60 Jahre alt, etwa 1,60 Meter groß, dunkle kurze Haare, 
     trug eine hellblaue OP-Maske, bekleidet mit einer schwarzen 
     Jacke und einer schwarzen Hose, sprach gebrochen Deutsch. 

Zeugen, die die Übergabe des Geldes beobachtet haben oder den Kriminalbeamten der EG SÄM Hinweise auf die Täter geben können, werden gebeten, sich beim Polizeipräsidium Nordhessen unter Tel.: 0561-9100 zu melden.

Ulrike Schaake

Pressesprecherin
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Quelle: Presseportal