Konstanz (ots) – Im offiziellen Rahmen ist am vergangenen Freitag der Leiter der Schutzpolizeidirektion, Leitender Kriminaldirektor Gerd Stiefel, von Polizeipräsident Gerold Sigg in den Ruhestand verabschiedet worden. Der Corona-Pandemie geschuldet fand die Verabschiedung in einer kleinen Runde in den Amtsräumen des Polizeipräsidenten statt.

Gerold Sigg würdigte in seiner Ansprache die langjährige Dienstzeit von Gerd Stiefel und skizzierte seinen vielfältigen Werdegang, beginnend nach dem Abitur, der darauffolgenden Ausbildung bei der Bereitschaftspolizei in Biberach und der Tätigkeit als Polizeiwachtmeister in Bad Cannstatt. 1984 folgte das Studium an der Hochschule für Polizei und danach die mehrjährige Verwendung beim Landeskriminalamt in Stuttgart, wo Gerd Stiefel seine neben dem Studium absolvierte Ausbildung zum Programmierer für die polizeiliche Ermittlungsarbeit einsetzen konnte.

Nach dem Aufstieg in den Höheren Polizeivollzugsdienst im Jahr 1995 war Gerd Stiefel zunächst Referent im Innenministerium und übernahm im Jahr 1996 die Leitung der Inspektion Ermittlungen bei der Polizeidirektion Waiblingen. Im Jahr 1998 wurde ihm die Leitung und damit verbundene Aufgabe der Reorganisation der Kriminalpolizei Konstanz übertragen, die er bis zum Jahr 2010 – parallel zur Position des Stellvertreters der Polizeidirektion Konstanz – innehatte. In seine Amtszeit fällt unter anderem die Einführung neuer familienfreundlicher Arbeitszeitmodelle, der Aufbau verschiedener erfolgreicher Präventionsprogramme und die Einrichtung eines kindgerechten Vernehmungszimmers.

Zu einem der Highlights seines dienstlichen Werdegangs wurde im Jahr 2004 die polizeiliche Auslandsmission in Skopje (Mazedonien), in der Gerd Stiefel verschiedene Führungsaufgaben, unter anderem die Funktion des Personalleiters und stellvertretenden Verwaltungsleiters wahrnahm, bevor er im Jahr 2006 wieder als Kripo-Chef nach Konstanz zurückkehrte und vier Jahr später bis zum Jahr 2013 Leiter der damaligen Polizeidirektion Sigmaringen wurde.

In den vergangenen Jahren war Gerd Stiefel der „oberste“ Schutzpolizist im Polizeipräsidium Konstanz. Seit 2014 bis zum Ende der Polizeistrukturreform im Dezember 2019 war ihm die Funktion des Leiters der Direktion Polizeireviere im Polizeipräsidium Konstanz übertragen worden, die er nahtlos im Januar 2020 am neuen Standort in Tuttlingen für das nun neu strukturierte Polizeipräsidium Konstanz als verantwortlicher Leiter der Schutzpolizeidirektion weiterführte.

Gerd Stiefel sah die Welt nicht nur durch die Augen eines Kriminalisten und einer Führungspersönlichkeit, sondern bildete sich auch abseits des Polizeidienstes in verschiedenen Bereichen fort. Sein Wissensdurst führte im Jahr 2000 dazu, dass er seinem polizeilichen Dienstrang „Leitender Kriminaldirektor“ auch noch den akademischen Grad des „Magister Artium“ (MA) hinzufügen konnte. Diesen hatte er im Studium der Sozialwissenschaften, Geschichte und Rechtswissenschaften an der Fernuniversität Hagen erworben.
Schon in seiner Kindheit und Jugend liebte Gerd Stiefel es, sich durch Bücher in spannende Welten zu versetzen. Seiner interessanten und tragischen Familiengeschichte setzte er dann als Autor mit den Romanen „Stiefels Stein“ und „Via Bologna – Ein Toter in Hohenzollern“ ein literarisches Denkmal.

Polizeipräsident Sigg dankte Gerd Stiefel für seine hervorragende und engagierte polizeiliche Arbeit. Den Worten anschließend übergab Präsident Sigg Herrn Stiefel die von Ministerpräsident Winfried Kretschmann unterzeichnete Urkunde zur Versetzung in den Ruhestand und wünschte ihm für den neuen Lebensabschnitt alles Gute.

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