Kreis Plön (ots) –

   - Gemeinsame Pressemitteilung des Kreises Plön und der 
     Polizeidirektion Kiel -

Verkehrsunfälle mit Wildbeteiligung machen mit 40,4 % immer noch einen hohen Anteil des Unfallgeschehens auf den Straßen des Kreises Plön aus. Besonders viele Wildunfälle ereignen sich immer wieder auf der stark befahrenen B430 (Plön – Lütjenburg).

Aus diesem Grund fand in der Woche vom 12.09.2022 bis 18.09.2022 im Rahmen einer gemeinsamen Verkehrsüberwachungsaktion der Polizeidirektion Kiel und des Kreises Plön an der B430 eine gezielte Geschwindigkeitsüberwachung an unterschiedlichen Messstellen statt. So nahmen Kreis und Polizei konkret den bisher von besonders vielen Wildunfällen betroffenen Bereich zwischen der Abfahrt nach Selent (L53) und der Kreuzung in Engelau (K29) „ins Visier“. Ziel der gemeinsamen Aktion war es, das Risiko für Wildunfälle ins Bewusstsein zu rufen.

Die Geschwindigkeitskontrollen hatten dabei zusammenfassend folgendes Ergebnis:
Insgesamt durchfuhren 10.301 Fahrzeuge die eingerichteten Messstellen. Es gab 680 Überschreitungen, dies entspricht einer Quote von 6,6%. Am Forsthaus Schönweide wurde die höchste Überschreitung gemessen: 109 km/h bei erlaubten 70 km/h.

Es ist somit festzustellen, dass viele Fahrzeugführerinnen und Fahrzeugführer die zulässige Höchstgeschwindigkeit vergleichsweise gut einhielten. Die betroffenen Fahrerinnen und Fahrer müssen nun mit einem Verwarn- oder Bußgeldbescheid rechnen. Fahrverbote waren bei den festgestellten Überschreitungen nicht auszusprechen.

Zum Hintergrund:

Aufgrund der seit Jahren hohen Zahlen von Verkehrsunfällen mit Wildbeteiligung befasste sich der Arbeitskreis „Wildunfälle im Kreis Plön“, bestehend aus Vertretern der Polizei, der Jägerschaft (Kreisjägermeister), der Uni Kiel/Wildtierkataster, des Landesbetriebes für Straßenbau und Verkehr sowie der Naturschutz- und Straßenverkehrsbehörde des Kreises Plön mit diesem Problem bereits eingehend.

Dabei untersuchten sie verschiedene Möglichkeiten und besprachen gemeinsam, welche geeignet erscheinen, um die Verkehrssicherheit für Mensch und Tier zu erhöhen. So ordnete die Straßenverkehrsbehörde des Kreises Plön an der B430 bereits eine neue, andere Beschilderung an, um eine bessere Wahrnehmbarkeit der Gefährdung durch Wildwechsel zu erreichen. Hierüber wurde bereits berichtet.

In ähnlicher Weise soll für ebenfalls stark wildunfallgefährdete Verkehrsachsen im Kreis Plön auch zukünftig verfahren werden, um das gemeinsame Ziel, die Zahl der Wildunfälle messbar zu verringern, zu erreichen.

Nicole Heyck / Kreis Plön

Matthias Arends / Polizeidirektion Kiel

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Quelle: Presseportal