Rostock (ots) – Eine Rentnerin wurde von Kriminellen um mehr als 1.700 EUR betrogen. Bei einer der Täuschungen gab sich die Unbekannte als Mitarbeiterin eines Amtsgerichts aus.

Am 11. Februar erhielt eine 75-Jährige Rentnerin gegen 12:00 Uhr einen Telefonanruf. Eine Unbekannte gab sich als Mitarbeiterin des Amtsgerichts Bremen aus. Sie teilte der Frau mit, dass ein Verfahren gegen sie eröffnet worden sei. Ihr Konto solle gesperrt werden, da sie bei einer Glücksspielgesellschaft einen Vertrag abgeschlossen und nun mehrere tausend Euro Schulden angehäuft habe. Man forderte sie auf, die Schulden sofort zu begleichen. Als die 75-Jährige äußerte, sie habe das Geld nicht, wurde sie an einen Rechtsanwalt weitergeleitet, der ihr anbot, stattdessen 1.580,00 EUR sofort zu bezahlen. Sie solle diese per Post an eine ihr diktierte Adresse versenden, was sie umgehend tat.

Wie der Polizei nun bekannt wurde, zahlte die Seniorin zuvor bereits 150 EUR an unbekannte Betrüger. Im Oktober 2020 erhielt sie einen Brief einer Lottogesellschaft, in dem sie über die Aufnahme an einer Spielgemeinschaft informiert wurde. Da ihr keine derartige Mitgliedschaft bekannt sei, kündigte sie. Zwei Monate später erhielt sie einen Brief, für den sie bei der Post 150 EUR entrichten sollte. In dem Schreiben wurde ihr mitgeteilt, dass sie damit die Gebühren für die vorzeitige Vertragsauflösung bezahlt habe. Gleichzeitig stimme die Dienstleistungsfirma, die der Dame ebenfalls unbekannt war, einer Vertragsauflösung zu.

Es wurden Strafanzeigen wegen Betrugs sowie Amtsanmaßung aufgenommen. Die weiteren Ermittlungen werden durch die Kriminalpolizei übernommen.

Falsche Gewinnversprechen durch vermeintliche Lotteriegesellschaften oder das Vortäuschen von Schulden sind nur einige der Tricks, die die Betrüger anwenden. Weisen Sie in solchen Fällen unberechtigte Geldforderungen zurück und sichern Sie sich ab, indem Sie einen angeblichen Vertragsabschluss widerrufen und wegen arglistiger Täuschung anfechten. Die Verbraucherzentralen unterstützen Sie mit entsprechenden Musterschreiben. Weitere Tipps finden Sie unter www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/gewinnversprechen/

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Quelle: Presseportal