Heilbronn (ots) – Polizeipräsidium Heilbronn: Landesweites Aktionswochenende zur Bekämpfung von Motorradunfällen

555 Verkehrsunfälle mit Motorradnutzenden im eigenen Zuständigkeitsbereich, musste das Polizeipräsidium Heilbronn im Jahr 2020 aufnehmen. Obwohl landesweit die Zahl der Verkehrsunfälle mit Kradfahrerinnen und Kradfahrern um circa 6,5 % zurückging, bedeutet dies für das Heilbronner Präsidium, entgegen des Landestrends ein Anstieg von drei Prozent.

Sieben Menschen (-13) verloren bei Motorradunfällen im Jahr 2020 ihr Leben auf unserern Straßen, 337 (+25) verletzten sich leicht und 142 (+3) verletzten sich schwer. Ein Minus von 65 Prozent bei den Toten steht einem Plus von acht Prozent bei den Leichtverletzten und einem Plus von 2,2 Prozent bei den schwer Verunfalten in der Statistik gegenüber. Die Aussagekraft und die Vergleichbarkeit der Statistik für das Jahr 2020 ist durch die Corona-Pandemie eingeschränkt.

Von Freitag 07. Mai bis Sonntag 9. Mai beteiligte sich das Polizeipräsidium Heilbronn an den landesweiten Kontrollen. Bereits am Freitag wurde in der Odenwaldstraße im Mosbach kontrolliert. Die schlechte Witterung führte dazu, dass nur 12 Zweiräder kontrolliert wurden. Drei Verstöße gab es zu verzeichnen. Anders sah es am sonnigen Samstag aus. In Schwaigern-Stetten wurde um die Mittagszeit eine Kontrollstelle errichtet. Dort konnten 31 Motorräder kontrolliert werden. Drei Verstöße aufgrund von technischen Veränderungen an der Maschine bzw. der Auspuffanlage mussten zur Anzeige gebracht werden. An einer Maschine war ein Reifen abgefahren. In drei weiteren Fällen wurde jeweils ein Mängelbericht ausgestellt. Erfreulich war das Ergebnis der paralell durchgeführten Geschwindigkeistüberwachungen auf den Landesstraßen zwischen Gemmingen und Stetten und zwischen Stetten und Brackenheim aus Sicht der Motorradfahrer. Die sieben Verstöße mit bis zu 31 km/h zuviel, wurden von Pkw-Fahrern begangen.

Bei einer weiteren technischen Kontrolle in Neulautern wurden insgesamt 27 Motorräder kontrolliert, hierbei wurden fünf Verstöße geahndet. Bei Geschwindigkeitsmessungen zwischen Eberstadt und Cleversulzbach konnten auf der auf 100 km/h begrenzten Strecke insgesamt fünf Verwarnungen gegen Zweiradfahrende geschrieben werden, weil sie bis zu 21 km/h zu schnell waren. Spitzenreiter auf dieser Strecke waren wieder die Autofahrenden, vier Anzeigen mussten gefertigt werden, da die Geschwindigkeitsüberschreitungen über 21 km/h lagen. Der Spitzenreiter hatte 127 km/h auf dem Tacho.

Der Trend der zu schnellen Autos setzte sich auch bei einer Geschwindigkeitsüberwachung zwischen Amorbach und Neuenstadt fort. Hier wurden neun Anzeigen gegen Pkw-Fahrerinnen und Pkw-Fahrer gefertigt. Bei erlaubten 70 km/h fuhr der Spitzenreiter 114 km/h. Auf diesem Streckenabschnitt mussten zudem zwei Motorradfahrer angezeigt werden, da sie totz Überholverbot überholten.

Insgesamt führten Beamtinnen und Beamte des Polizeipräsidiums Heilbronn am vergangenen Wochenende 38 Kontrollaktionen durch. 382 Motorräder wurden kontrolliert und hierbei insgesamt 66 Verstöße festgestellt. Unter anderem war in 12 Fällen die Geschwindigkeit zu hoch, dreimal wurde falsch überholt, 35 Mal gab es technische Mängel und viermal gab es Verstöße gegen die Helmtragepflicht.

Neben der Bekämpfung der Hauptunfallursachen wie Geschwindigkeit und Überholen standen die Auspuffanlagen der Gefährte im Mittelpunkt. Mit der Präventionsaktion „Bitte Leise“ machen der ADAC und die Verkehrssicherheitsaktion „Gib acht im Verkehr“ seit geraumer Zeit auf zunehmende Lärmbelästigungen durch Motorradlärm aufmerksam. Ziel ist eine Sensibilisierung der Kradlenkerinnen und Kradlenker für dieses Thema.

Das Polizeipräsidium Heilbronn wird auch in den kommenden Wochen verstärkt Kontrollmaßnahmen durchführen. „Die Sicherheit der Motorradnutzer liegt uns am Herzen. Unser Ziel ist es, die Unfallzahlen, insbesondere die mit schwerwiegenden Folgen für die Beteiligten, zu senken. Wir wissen, dass unser Präsidiumsbereich viele attraktive Motorradstrecken bietet, insbesondere im Odenwald, den Löwensteiner Bergen, dem Zabergäu im Main-Tauber- und im Hohenlohekreis. Nichts desto trotz wollen wir, dass die Menschen die auf unseren Straßen unterwegs sind, auch wieder sicher und unverletzt nach Hause kommen. Durch die Kontrollen wollen wir aber auch deutlich machen, dass es Grenzen gibt. Insbesondere wenn andere durch Lärm in einem Übermaß belästigt werden sind Grenzen überschritten. Standgeräuschmessungen gehören daher zu einer Motorradkontrolle zwischenzeitlich dazu“, zieht Polizeipräsident Hans Becker seine Schlüsse anhand der Ergebnisse der Kontrollaktionen und zeigt sich erfreut, dass es so wenige Geschwindigkeitsüberschreitungen durch Motorradfahrende gab.

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Quelle: Presseportal