Lübeck (ots) –

Am Donnerstagabend (16.09.2021) hat sich ein Autotransporter auf dem Vorstauraum des Skandinavienkais in Lübeck Travemünde verselbstständigt und dabei mehrere PKW beschädigt. Das unbemannte Gefährt durchbrach zunächst zwei Betonpoller und kam erst nach 260 Metern unmittelbar vor dem Check-In-Gate zum Stehen. Bei dem Versuch das Gespann aufzuhalten, zog sich der Fahrer Verletzungen zu. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Der mit acht neuwertigen PKW beladene Autotransporter aus England stand in einer der Wartelinien im Vorstauraum des Skandinavienkais. Gegen 19:45 Uhr setzte sich das Gespann plötzlich mit laufendem Motor in Bewegung. Der Fahrer befand sich zu dieser Zeit nicht in der Fahrerkabine, stand aber unmittelbar neben dem Fahrzeug. Der 58-Jährige versuchte noch, das Gespann zu bremsen; dieses gelang ihm jedoch nicht. Bei dem Versuch wurde er von dem Fahrzeug erfasst und verletzt.

Der Transporter der Marke Scania durchbrach in der Folge zwei Betonsperren und prallte anschließend gegen einen VW-Bus. Danach rollte das Gespann circa 260 Meter weiter in Richtung des Check-In-Gates. Auf der Strecke riss die Ölwanne auf, der Inhalt verteilte sich auf dem Gelände. Direkt vor dem Check-In-Gate fuhr der Transporter gegen einen dort stehenden VW Touran aus Schweden. Weil nun auch der Motor mangels Öl und Betriebsstoffen versagte, blieb das stark beschädigte Gefährt endlich stehen.

Sowohl der VW-Bus als auch der Transporter waren nicht mehr fahrtauglich und mussten abgeschleppt werden.

Die Nutzer des betroffenen VW Tourans konnten ihre Reise trotz beschädigter Heckpartie fortsetzen. Der Gesamtsachschaden beläuft sich auf circa 38.000 Euro. Aufgrund des ausgelaufenen Öls wurde eine Spezialfirma mit der Reinigung des Bodens beauftragt. Einsatzkräfte des Rettungsdienstes brachten den 58-jährigen Fahrer des Autotransporters zur weiteren Versorgung in ein Krankenhaus.

Die näheren Hintergründe zum Unfallgeschehen und insbesondere weshalb der Transporter offenbar eigenständig losrollte, ermitteln jetzt die Beamten der Polizeistation Travemünde. Ein technischer Defekt als Unfallursache kann aktuell nicht ausgeschlossen werden.

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Quelle: Presseportal