Hamburg (ots) – Zeit: 15.07.2021, 17:46 Uhr; Ort: Hamburg-Altona-Altstadt, Stresemannstraße

Zivilfahnder des Polizeikommissariats 21 haben am Donnerstagnachmittag einen Kulturverein durchsucht und dabei Betäubungsmittel und mutmaßliches Dealgeld beschlagnahmt. Der Betreiber muss sich vor einem Haftrichter verantworten.

Den Fahndern war zuvor leichter Marihuanageruch aufgefallen, der aus dem Inneren nach draußen drang. Sie observierten den Kulturverein daraufhin kurzzeitig. Dabei fiel ihnen ein junger Mann auf, der das Gebäude mit einem augenscheinlichen Geldschein in der Hand betrat und kurze Zeit später wieder verließ. Bei seiner Überprüfung räumte der 23-jährige Lette ein, Marihuana gekauft zu haben. Die Fahnder beschlagnahmten das in einem Gripbeutel portionierte Betäubungsmittel. Nachdem seine Personalien sicher feststanden, durfte der junge Mann seinen Weg fortsetzen.

Wegen der nunmehr erhärteten Verdachtslage erfolgte anschließend die Durchsuchung des Kulturvereins, in dem die Fahnder auf insgesamt fünf Männer trafen.

Als Betreiber wurde ein 48-jähriger Türke identifiziert. Er führte knapp 700 Euro Bargeld in szenetypischer Stückelung bei sich. Dieses mutmaßliche Dealgeld wurde beschlagnahmt.

An einem Tresen fanden die Beamten typische Utensilien für den Betäubungsmittelkonsum, an denen sich Marihuanaanhaftungen befanden. An anderer Stelle fanden sie auch noch eine Chipsdose mit größere Brocken Haschisch sowie ein Portmonee, das sie dem Betreiber zuordneten und in dem sich ebenfalls über 600 Euro mutmaßliches Dealgeld befand. Auch diese Beweismittel wurden beschlagnahmt.

An einem Glücksspielautomaten in einem Nebenraum saß ein 58-jähriger Deutscher, bei dem die Fahnder über 500 Euro mutmaßliches Dealgeld in szenetypischer Stückelung sowie in seinem Rucksack eine Dose und einen Beutel mit jeweils Marihuana fanden.

Ein anderer Gast, ein 49-jähriger Türke, führte geringe Mengen Marihuana und Haschisch bei sich.

Bei den beiden anderen Männern ergaben sich weder Anhaltspunkte dafür, dass sie mit dem Betäubungsmittelhandel in Verbindung stehen könnten, noch wurden bei ihnen relevante Beweismittel gefunden.

Im weiteren Verlauf des Polizeieinsatzes wurden auch die Wohnungen des Betreibers in Altona-Nord und des 58-Jährigen in Lurup durchsucht.

In der Wohnung des Kulturvereinbetreibers fanden die Beamten weitere Betäubungsmittel in nicht geringer Menge, unter anderem sechs in Folie gewickelte Haschischplatten in einem Koffer im Schlafzimmer. Sämtliche Betäubungsmittel wurden beschlagnahmt. In einem zwischen Matratze und Bettgestell steckenden Pass entdeckten die Beamten aber auch über 1.000 Euro mutmaßliches Dealgeld. Ein als Taschenlampe getarnter Elektroschocker lag griffbereit auf dem Wohnzimmertisch. Auch diese Gegenstände wurden beschlagnahmt.

Auch in der Wohnung des 58-Jährigen fanden die Beamten weitere Betäubungsmittel, unter anderem zwei Dosen mit offenbar medizinischem Marihuana.

Während der 58-Jährige nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen an seiner Wohnanschrift entlassen wurde, könnte dem 48-jährigen Betreiber des Kulturvereins wegen des Verdachts des Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge, auch in Verbindung mit dem Elektroschocker, die Anordnung von Untersuchungshaft drohen. Spezialisten des Drogendezernats (LKA 68) führen die Ermittlungen und initiieren seine Vorführung vor den zuständigen Haftrichter.

Die weiteren Ermittlungen, auch gegen die anderen Tatverdächtigen, dauern an.

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