Hamburg (ots) – Tatzeit: 18.01.2021, 11:50 Uhr Tatort: Hamburg-Eilbek, Richardstraße

Das für Trickbetrug zuständige Landeskriminalamt (LKA) 43 hat Montagvormittag einen 49-jährigen Mann und eine 36-jährige Frau vorläufig festgenommen. Das Pärchen steht im Verdacht, gemeinschaftlich einen Trickbetrug zum Nachteil einer 86-Jährigen begangen zu haben. Die Verdächtigen wurden dem Untersuchungsgefängnis (UG) zugeführt.

Bereits am vergangenen Samstagnachmittag meldete sich eine Frau telefonisch bei der 86-jährigen Hamburgerin und gab sich als Mitarbeiterin einer Bank aus. Im Verlauf des Telefonates teilte die Anruferin mit, dass Falschgeld im Umlauf sei und eine weitere Angestellte der Bank darin verwickelt sei. Diese Mitarbeiterin wolle man mit Hilfe der Rentnerin überführen. Die Anruferin verblieb mit der Hamburgerin über das Wochenende mehrfach im telefonischen Kontakt und vereinbarte schließlich für den Montag eine Geldübergabe bei ihr zu Hause.

Die 86-Jährige ahnte, dass sie betrogen werden sollte und informierte die Polizei. Beamte des LKA 43 übernahmen anschließend die engmaschige Betreuung der Rentnerin bei den weiteren Telefonaten mit der mutmaßlichen Betrügerin.

Die ältere Dame erhielt nun am Montagvormittag die Anweisung durch die Täterin, Geld abzuheben und an ihrer Wohnanschrift in einem Umschlag einer Abholerin „Frau Lehmann“ zu übergeben. Zum Schein ging die Dame auf diese Anweisungen ein.

Kurze Zeit später erschien eine Frau an der Wohnanschrift und gab sich als die besagte „Frau Lehmann“ aus. Gemäß Absprache überreichte die Geschädigte den Umschlag mit Geld, den die Abholerin an sich nahm. In diesem Moment nahmen Fahnder des LKA 43 die 36-jährige Polin vorläufig fest.

Ein 49-jähriger Pole, der sich in verdächtiger Weise im näheren Umfeld des Tatortes aufgehalten hatte, wurde ebenfalls durch die Polizisten vorläufig festgenommen.

Bei der anschließenden Durchsuchung der gemeinsamen Wohnung der vorläufig Festgenommenen wurden weitere Beweismittel aufgefunden und sichergestellt.

Das mutmaßliche Betrüger- Pärchen wurde nach erkennungsdienstlicher Behandlung in das UG Hamburg überstellt. Ein Haftrichter sprach gegen die 36-Jährige einen Haftbefehl aus. Der 49-Jährige wurde wieder entlassen, da keine Haftgründe vorlagen.

Die Ermittlungen des LKA 43, insbesondere ob die Täter für weitere Fälle verantwortlich sein könnten, dauern an.

Mx.

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