Villingen-Schwenningen (ots) –

„Antisemitismus? Das gibt es doch heute bei uns gar nicht mehr.“ So oder ähnlich hört man es immer wieder. Doch auf den Schulhöfen wird „Jude“ als Schimpfwort gebraucht, jüdische Einrichtungen müssen durch die Polizei geschützt werden und immer häufiger werden Jüdinnen und Juden Opfer verbaler oder tätlicher Angriffe. Leider gehört Antisemitismus für Juden von klein auf zu ihrer Lebensrealität. Was
das bedeutet, ist für Menschen, die nicht von Antisemitismus betroffen sind, nur schwer vorstellbar.

Die Hochschule für Polizei Baden-Württemberg lädt im Rahmen des Studium Generale zum Vortrag „Israelkritik – Wo beginnt der Antisemitismus?“ am Montag, 20. Juni 2022, 19:00 Uhr am Campus Villingen-Schwenningen, Sturmbühlstraße 250, Hörsaal Z 5.12 recht herzlich ein. Frau Dr. Julie Grimmeisen vom Israelischen Generalkonsulat in München referiert über den Antisemitismus in Deutschland.

Im Rahmen des Studium Generale, wird auch die Ausstellung „‚Du Jude!‘ Alltäglicher Antisemitismus in Deutschland“ im Zentralgebäude eröffnet. Die Ausstellung verdeutlicht, dass Antisemitismus in vielen Formen im Alltag auftritt. Nach einer Einführung über das Judentum und einer Definition von Antisemitismus stehen deshalb verschiedene Bereiche im Mittelpunkt, in denen Judenfeindschaft auftreten kann: in der Schule, in der Musik, im Sport oder in sozialen Netzwerken. Es soll außerdem gezeigt werden, was gegen Antisemitismus getan werden kann, denn er ist ein Problem, das alle angeht, denen an einer
demokratischen, vielfältigen Gesellschaft gelegen ist.

Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

Rückfragen bitte an:

Hochschule für Polizei Baden-Württemberg
Herr Tanski
Telefon: 07720 309-2303
E-Mail: villingen-schwenningen.hfp.oe@polizei.bwl.de
http://www.polizei-bw.de/

Original-Content von: Hochschule für Polizei Baden-Württemberg übermittelt durch news aktuell

Quelle: Presseportal