Gießen (ots) – Nach den Erfahrungen der Jugendschutzsachbearbeiter der Polizei nutzen viele Eltern den Schulwechsel, um die Kinder mit dem auch von diesen lang ersehnten Smartphone auszustatten.

Erst ist die Freude bei den Kids riesengroß – können sie doch nun endlich mitreden, mitchatten, sind für Eltern und Freunde erreichbar und können selbst die große Welt des Internets erleben.
Leider, und das belegt ebenfalls die Erfahrung der Jugendsachbearbeiter, wird diese Freude in dem ein oder anderen Fall früher oder später getrübt.
Plötzlich poppen unerwünschte Nachrichten oder Bilder auf dem Handy auf oder eigene, sehr private Bilder tauchen ungewollt in Chatgruppen oder für jeden sichtbar auf.
Freunde erhalten angeblich Nachrichten oder Chats, die man selbst gar nicht verschickt hat – sodass offenbar jemand das Handy ungewollt nutzte oder sogar Daten ausgespäht hat.
„Smartphones sind Computer, und das erfordert sowohl eine Sicherheit im Umgang mit dem Gerät als auch eine notwendige Sicherheit für das Gerät! Wer sich also die Freude an dem neuen Smartphone erhalten möchte, der sollte die Sicherheit keinesfalls vernachlässigen, sondern im Gegenteil ein ganz besonderes Augenmerk darauflegen.“

Die Polizeiliche Kriminalprävention (ProPK) empfiehlt daher Eltern ihren Kindern die folgenden Sicherheitstipps mitzugeben und sie dabei zu unterstützen:

   -	Schütze dein Smartphone vor fremdem Zugriff, z.B. durch den 
Fingerabdruckscanner oder einen Zahlencode. Ein Wischmuster allein 
reicht nicht. 
   -	Gib Passwörter nicht an Freunde weiter. 
   -	Lade keine Spiele, Apps usw. aus unbekannten Quellen herunter. 
Damit das nicht zufällig passiert, deaktiviere diese Funktion in den 
Einstellungen. 
   -	Führe regelmäßig Updates durch und verwende ein 
Antivirenprogramm. 
   -	Aktiviere Bluetooth nur, wenn du diese Funktion wirklich 
brauchst, z. B. wenn du mit deinen Eltern Daten austauschen willst. 
   -	Wenn du von fremden Personen kontaktiert wirst, unangemessene 
Bilder oder Videos zugeschickt bekommst, wende dich auf jeden Fall an
die Eltern oder eine andere Person deines Vertrauens 

„Bei der Nutzung eines Codes sollte die Zahlenfolge am besten nichts mit dem eigenen oder dem Geburtsdatum der Eltern zu tun haben. Passwörter und Codes bleiben geheim. Die sagt man weder dem besten Freund noch der besten Freundin weiter.
Wenn man dann noch eine App installiert hat, die einen vor Sicherheitsrisiken warnt, sich mit dem Herunterladen z.B. von Apps, Spielen, Videos oder Bildern zurückhält, insbesondere wenn diese aus unbekannten Quellen stammen, regelmäßig die Sicherheitseinstellungen im Handy prüft und entsprechende Updates durchführt, dann sieht es gut aus mit der Sicherheit und die Freude am neuen Handy bleibt erhalten.“

Weitere Informationen zu dem Thema Sicherheit mit dem Smartphone stehen im Internet z.B. unter www.polizei-beratung.de , speziell für junge Menschen auch unter www.polizeifürdich.de oder bei den fachkundigen Jugendkoordinatorinnen und -koordinatoren der örtlichen Polizeidirektionen.

Frank Dönges / Martin Ahlich

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Quelle: Presseportal