Frankfurt (ots) – (hol) Gestern Mittag transportierte der Fahrer eines Krankenfahrdienstes einen Patienten von einer Augenklinik nach Hause. Dort verhalf er dem Sehgeschwächten noch in die Wohnung und versuchte dann hochwertigen Schmuck zu entwenden. Die Polizei nahm den Fahrer später fest.

Gegen 12:00 Uhr erreichte der Krankentransport die Wohnanschrift des stark sehgeschwächten 70-Jährigen in der Hallgartenstraße. Der 52-jährige Fahrer begleitete den Patienten noch in dessen Wohnung. Hier wurde er auf eine im Wohnzimmer stehende Keramikschale aufmerksam, in der sich hochwertiger Goldschmuck (Kette und Ringe) der verstorbenen Ehefrau des Patienten befand. Der Krankentransportfahrer nutzte einen unbeobachteten Moment, um diesen Schmuck an sich zu nehmen. Kurz darauf musste er jedoch feststellen, dass die gesamte Wohnung seines Opfers videoüberwacht ist. Daraufhin tat er so, als hebe er das Edelmetall vom Boden auf und gab es mit den Worten „Oh, die sind ihnen gerade runtergefallen“ zurück. Anschließend verließ er die Wohnung.

Der 70-Jährige, zwar eingeschränkt in der Sehkraft, jedoch noch immer mit einem messerscharfen Verstand ausgestattet, roch den Braten und sah sich das Video der Überwachungsanlage an. Die Folge: Er verständigt die Polizei. Die Beamten wiederum sicherten das Video und stellten dem Fahrer im Anschluss eine Falle, indem sie ihn unter einem Vorwand erneut zu der Augenklinik lockten. Und sie hielten sogar Armschmuck in Form von Handschellen für den 52-Jährigen bereit. Bei der anschließenden Durchsuchung fanden die Gesetzeshüter eine Goldkette mit Herzanhänger und Steinbesatz in der Hosentasche des Verdächtigen. Dieser Schmuck konnte bisher keinem Diebstahl zugeordnet werden. Der Verdacht liegt jedoch nahe, dass es sich dabei um Diebesgut handelt, so dass eine weitere Strafanzeige vorgelegt und die Kette sichergestellt wurde.

Der 52-jährige Tatverdächtige, der keinen festen Wohnsitz hat, wurde im Anschluss an die strafprozessualen Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt.

Die Ermittlungsgruppe des 6. Polizeireviers hat die Ermittlungen in dieser Sache übernommen. Sachdienliche Hinweise, insbesondere zur Herkunft und zum Eigentümer der Kette mit Herzanhänger, werden unter 069 / 755-10600 entgegengenommen.

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