Eschwege (ots) – Gewinnversprechen

Am gestrigen Nachmittag erhielt ein 59-Jähriger aus Witzenhausen einen Anruf, in dem sich der Anrufer – ein angeblicher Herr Hansen –
als Lotteriemitarbeiter ausgab. Der Anrufer teilte mit, dass der
59-Jährige 38.000 Euro gewonnen habe. Zur Einlösung des Gewinnes müsse jedoch zuvor eine Google-Play-Gutschein-Karte erworben werden. Diese besorgte der vermeintliche Gewinner.
Später rief dann eine Frau an, die sich als Lisa Müller ausgab und den Gutschein-Code forderte. Des Weiteren erklärte diese nun, dass sich die Gewinnsumme auf 83.500 Euro erhöht habe und somit weitere Kosten anfallen würden, die erneut mit einem Gutschein in Höhe von 500 EUR eingelöst werden können. Auch diesen Gutschein besorgte der Angerufene und gab den Code bei einem weiteren Anruf durch.
Als dann ein weiterer Gutschein von diesmal 1000 EUR gefordert wurde, lehnte dies der 59-Jährige ab. Der Schaden beläuft sich demnach auf 1000 EUR.
Sowohl der Anrufer als auch die Anruferin sprachen mit ausländischem (griechischem) Akzent.

Präventionstipps Gewinnversprechen

   - Machen Sie sich bewusst: Wenn Sie nicht an einer Lotterie 
     teilgenommen haben, können Sie auch nichts gewonnen haben
   - Geben Sie niemals Geld aus, um einen vermeintlichen Gewinn 
     einzufordern, auch wenn die Höhe des Gewinns noch so verlockend 
     ist. Zahlen Sie keine Gebühren und übermitteln Sie keine Codes 
     von Gutscheinkarten, wie z.B. google play, Amazon,Ukash, 
     Paysafe.
   - Wählen Sie auch keine gebührenpflichtigen Telefonnummern, wie 
     z.B. mit der Vorwahl 0900, 0180, 0137.
   - Machen Sie keinerlei Zusagen am Telefon
   - Geben Sie niemals persönliche Informationen weiter: keine 
     Kontodaten; Kreditkartennummern, Adressen oder ähnliches
   - Seien Sie immer misstrauisch, fragen Sie bei einer Person ihres 
     Vertrauens nach; gerne auch bei der Polizei 

Enkeltrick

Eine 82-Jährige aus Witzenhausen erhielt gestern in der Mittagszeit einen Anruf, in dem der Anrufer mitteilte, dass die Enkeltochter in einen Verkehrsunfall verwickelt sei und nun in Untersuchungshaft sitze.
Im Hintergrund hörte man eine weinerliche weibliche Stimme mit den Worten „Oma, du musst mir helfen“. Es wurden dann 33.000 EUR von dem Anrufer gefordert, um die Enkelin aus der Untersuchungshaft zu bekommen.
Da die „richtige“ Enkelin sich zum Zeitpunkt des Anrufers jedoch
bei der 82-HJährigen aufhielt, war der Betrugsversuch natürlich schnell aufgeflogen, so dass kein finanzieller Schaden entstand.

Präventionstipps Enkeltrick/ betrügerische Schockanrufe

   - Warnen Sie Ihre Angehörigen und Bekannten vor dieser Masche.
   - Seien Sie misstrauisch, wenn sich jemand am Telefon nicht selbst
     mit Namen vorstellt.
   - Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Legen Sie 
     sofort auf, wenn Sie ein solcher Anruf erreicht.
   - Verständigen Sie anschließend die Polizei über den Notruf 110.
   - Übergeben Sie niemals Geld an Unbekannte.
   - Wenn Sie Opfer geworden sind: Wenden Sie sich an die Polizei und
     erstatten Sie Anzeige. 

Pressestelle PD Werra-Meißner, KHK Künstler

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