Eschwege (ots) –

Vergangene Woche registrierte die Polizei im Werra-Meißner-Kreis wieder den ein- oder anderen betrügerischen Vorfall. In einem Fall waren Unbekannte mit der Betrugsmasche über den Messenger Dienst „WhatsApp“ leider auch erfolgreich. Die Polizei warnt und gibt Tipps.

>>> 61-Jährige wird Opfer der Betrugsmasche und überweist knapp 7.000 Euro an Betrüger

Die Kriminalpolizei hat aktuell Ermittlungen aufgenommen, wonach eine 61-jährige Frau aus Großalmerode gleich mehrfach das Opfer von Betrügern wurde. Die Frau ist von Unbekannten vergangene Woche zwischen Montag und Mittwoch zu verschieden Zeiten über den Messenger-Dienst „WhatsApp“ kontaktiert worden. Die Absender der Textnachrichten gaben sich jeweils als „Tochter“ der 61-Jährigen aus und baten, wie bei dieser Betrugsmasche üblich, im Verlauf des Chats um die Überweisung von mehreren Rechnungen. Die 61-Jährige nahm dann auch in dem Glauben, mit ihrer Tochter zu schreiben, die Überweisung der Rechnungen auf zuvor bekannt gegebene Kontodaten vor und überwies insgesamt einen Betrag von knapp 7.000 Euro an die unbekannten Betrüger. Wie sich herausstellte, steckten Betrüger hinter den Nachrichten und das Geld war futsch.

>>> 57-Jähriger aus Neu-Eichenberg wird misstrauisch und erkennt Betrugsversuch

Gleiches versuchten Betrüger am Dienstagnachmittag vergangener Woche bei einem 57-jährigen Einwohner aus Neu-Eichenberg. Gegen 15.00 Uhr sendeten die Betrüger eine Nachricht über den gleichen Messenger-Dienst und gaben sich ebenfalls als „Tochter“ des Mannes aus. Aufgrund eines defekten Handys habe die angebliche Tochter nun eine neue Rufnummer und müsse noch dringend einige Überweisungen vornehmen. Der 57-Jährige erklärte zunächst seine Bereitschaft und erhielt daraufhin auch Kontodaten. Bevor der Mann dann aber weiter tätig wurde, nahm er allerdings nochmal zu seiner im Ausland wohnhaften Tochter Kontakt auf die dann aber erklärte, nicht die Absenderin der Nachrichten zu sein. So stellte sich letztlich heraus, dass die Geschichte fingiert war.

>>> Tochter von 73-jährigem Opfer klärt Betrugsversuch auf

Eine 73-jährige Frau aus Witzenhausen ist am Mittwoch vergangener Woche mit der gleichen Masche konfrontiert worden und war auch schon im Begriff, auf die entsprechende Textnachricht einzugehen. Die Frau schickte bereits das Bild eines ausgefüllten Überweisungsträgers an die fremde Rufnummer, um mitzuteilen, dass sie demnächst die Überweisung vornehmen würde. Das gleiche Bild schickte sie aber auch geistesgegenwärtig an die bekannte Telefonnummer ihrer Tochter, die daraufhin mit der Mutter Kontakt aufnahm und somit den Betrugsversuch entlarvte.

Tipps der Polizei

   -	Wenn Sie von Ihnen bekannten Personen unter einer unbekannten 
Nummer kontaktiert werden, speichern Sie die Nummer nicht automatisch
ab -	Fragen Sie bei den Ihnen bekannten Personen (Tochter/ Sohn) 
unter der alten bekannten Nummer nach -	Seien Sie grundsätzlich 
misstrauisch gegenüber Geldforderungen egal, ob per Post, per E-Mail,
Telefon oder Messenger-Dienste -	Achten Sie auf die 
Sicherheitseinstellungen Ihrer Nachrichtendienste -	 Informieren Sie 
Ihre (älteren) Angehörigen über die Betrugsmasche

Pressestelle PD Werra-Meißner, PHK Först

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